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Immer noch keine „Weggefährten“ für Bennett-Känguru „Sputnik“ gefunden

Artgenossen dringend gesucht

Lüdersfeld (tbh). Immer noch keine „Weggefährten“ für das Bennett-Känguru „Sputnik“ in Sicht. Obwohl sich Rainer Schlupp über die vier Känguruweibchen aus einem Zoo in Reutlingen sehr gefreut hätte, muss er nun leider von dem Kauf absehen. „Der Transport würde zu lange dauern und wäre sehr teuer geworden“, erklärt er.

veröffentlicht am 12.09.2012 um 19:16 Uhr
aktualisiert am 12.09.2012 um 19:52 Uhr

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Schlupp hatte sich auf der Suche nach einer Transportmöglichkeit mit Florian Brandes, dem Leiter der Wildtierstation in Sachsenhagen, in Verbindung gesetzt. Gemeinsam seien sie übereingekommen, dass die Tiere aus Reutlingen aufgrund der großen Distanz, die sie zurücklegen müssten, nicht iinfrage kämen.

Die Kängurus müssten in entsprechend klein bemessenen Boxen transportiert werden, sodass die Tiere sich nicht allzu sehr bewegen könnten. Um für genügend Auslauf zu sorgen, wäre Schlupp zufolge, zudem alle zwei bis drei Stunden eine Pause fällig gewesen. Im Vorfeld hätten dafür schon entsprechende Gehege an der Strecke ausgesucht und die Erlaubnis der jeweiligen Besitzer eingeholt werden müssen. Alles in allem wäre das ein zu großer finanzieller Aufwand und hätte auch für die Kängurus zu viel Stress bedeutet.

„Gott sei Dank, haben wir aber Herrn Brandes auf unserer Seite“, sagte Schlupp. Dieser habe nämlich nun seine Hilfe bei der Suche nach Artgenossen von „Sputnik“ angeboten. Da es schwierig wäre, als Privatmann an die Zoos heranzutreten, möchte nun Brandes versuchen, sich mit Tiergärten in der näheren Umgebung in Verbindung setzen, um geeignete Kängurus für das Gehege von Schlupp zu finden.

Im Hinblick auf eine eigene Zucht hofft Schlupp auf mindestens vier Känguruweibchen. Männchen kämen für ihn nicht infrage, weil es dann zu Herdenkämpfen zwischen den Neuankömmlingen und „Sputnik“ kommen könnte, wie er erklärte.

Das Züchten von Kängurus sei aber im Prinzip nicht schwierig, solange sich die Tiere untereinander verstehen. Als Züchter sei aber darauf zu achten, dass die Weibchen, wenn sie Junge haben, richtig gepflegt und ernährt werden. Geraten diese nämlich unter Stress, könnte es passieren, dass sie ihren Nachwuchs, wie es etwa vor zwei Monaten bei einem Känguru aus dem „Serengeti-Park“ der Fall war, aus dem Beutel werfen. Und eine Handaufzucht sei problematisch.

Insgesamt bietet das Gehege in Lüdersfeld Platz für bis zu 25 Kängurus. Wann genau mit weiblicher Verstärkung für „Sputnik“ zu rechnen ist, konnte Schlupp zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht sagen.



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