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Silvesterinitiative plant für die Zukunft / Gesicherte Finanzen, weniger Mitglieder

"Armut ist auch bei uns leider längst kein Fremdwort mehr!"

Rinteln (ur). "Wir werden mit unserer Arbeit dringender benötigt denn je zuvor !" stellte Annemarie Gesche als Vorsitzende der Rintelner "Silvesterinitiative" auf der Jahreshauptversammlung des Hilfsvereins im "Hotel Stadt Kassel" fest.

veröffentlicht am 23.03.2007 um 00:00 Uhr

Aktiv gegen alltägliche Not: Der Vorstand der Silvesterinitiativ

Nachdemüber Hartz IV und andere gesetzliche Einschränkungen Armut wieder - auch in Deutschland - zum Alltag gehört, sei es umso wichtiger, schnell und unbürokratisch Hilfe bei den Betroffenen zu leisten. Armut sei vor allem "weiblich" - das gelte für alleinerziehende Mütter ebenso wie für ältere Frauen, die mit teilweise sehr kleinen Witwenrenten bestehen müssen. In rund 40 Familien habe man im vergangenen Jahr mit etwa 7000 Euro in konkreten Fällen helfen können. Zusätzlich leisteten Mitglieder der Silvesterinitiative mit viel persönlichem Einsatz Hilfe im Gespräch und halfen bei Fragen zu anderen Lösungswegen im institutionellen Bereich. Im Unterrichtsfach "Werte und Normen" konnte die Thematik der Armut auch am Gymnasium Ernestinum erörtert werden. Immerhin habe man durch Spenden, Kollekten von Kirchengemeinden und durch den Erlös aus eigenen Aktionen wie etwa dem Bücherverkauf beim "Häppchen- und Schnäppchenmarkt" genügend Mittel gesammelt, um den selbstgesetzten Aufgaben gerecht zu werden - die finanzielle Situation des Vereins könne man daher als geordnet betrachten, so die Gesche. "Im Jahr 2007 werden wir unsere planbaren Hilfen, unter anderem auf Schülerinnen und Schüler aus sozial schwachen Familien konzentrieren, um etwa die Beschaffung von Lernmitteln und Utensilien wie Schulranzen oder Turnbeutel zu unterstützen!" skizziert Annemarie Gesche die zentrale Aufgabe dieses Jahres.

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