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Arbeitgeber signalisieren Entgegenkommen

Landkreis (wer). Bisweilen sagen Situationen mehr als Worte. Krankenhaus-Geschäftsführer Christian von der Becke und Verdi-Verhandlungsführerin Elke Nobel haben sich gestern ein Handy geteilt, um das Ergebnis ihres Sondierungsgesprächs im Tarifstreit um die Krankenhäuser gemeinsam zu verkünden. Der unisono formulierte Tenor: „Es war ein konstruktives Gespräch.“ Die Arbeitgeber signalisieren Entgegenkommen bei der Höhe des Gehaltsverzichts, die Gewerkschaft will erneut das Gespräch mit ihren Mitgliedern suchen und die Tarifverhandlungen wieder aufnehmen.

veröffentlicht am 04.06.2010 um 17:50 Uhr
aktualisiert am 04.12.2012 um 17:51 Uhr

Man sei in Detailfragen eingestiegen, habe über wirtschaftliche Daten gesprochen und „ein gemeinsames Verständnis für die Situation entwickelt“, bilanziert von der Becke das Gespräch im Kreishaus, an dem für die Arbeitgeber auch ProDiako-Geschäftsführer Claus Eppmann und Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier teilgenommen haben. Im Streit um den Gehaltsverzicht habe man noch nicht konkret über Zahlen gesprochen, aber: „Wir haben signalisiert, auf die Arbeitnehmer zugehen zu wollen“, erklärt von der Becke. Vorbehaltlich aller Gremienbeschlüsse könne man sich vorstellen, einen größeren Beitrag zur Defizit-Kappung zu leisten, als bisher verhandelt wurde. Das würde bedeuten: Der Gehaltsverzicht der Mitarbeiter könnte geringer ausfallen als die im Raum stehenden knapp 5 Prozent.

Genau hier liegt die Möglichkeit zum Durchbruch. Zumal die Vertreter der Gewerkschaft jetzt anhand konkreter Zahlen und eindeutiger Festlegungen der Geschäftsführung Klarheit über den Ernst der Lage haben. „Wir haben einen Eindruck bekommen, was es bedeutet, wenn Rinteln geschlossen wird, wie viele Arbeitsplätze dann wegfallen“, sagt Verdi-Verhandlungsführerin Elke Nobel. Den Verdacht, die Schließung Rintelns sei bloße Drohkulisse, scheint die Geschäftsführung entkräftet zu haben.

Jetzt will die Verdi-Vertreterin mit der Tarifkommission „in Klausur gehen“ und die Mitglieder in den Krankenhäusern erneut mit der Sachlage konfrontieren. Auf die Frage, ob ein Gehaltsverzicht nach dem negativen Votum der Mitglieder ausgeschlossen werde, antwortet Nobel: „Wir sind ergebnisoffen in die Gespräche gegangen.“ Die Stimmung im Klinikum sei „gespreizt“: Ein Teil der Mitarbeiter befürworte den Gehaltsverzicht zur Arbeitsplatzsicherung, ein anderer Teil lehne ihn ab.



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