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Mindener Stadttheater für 940 000 Euro saniert / Brandschutz ist nun auf dem neuesten Stand / Zum 100. Geburtstag ein Stück von Goethe

Arbeiten kurz vor dem Abschluss: Jetzt kann "Iphigenie" kommen

Minden. Seit Ende April 2008 haben Handwerker die Hauptrolle im Stadttheater, denn die Einrichtung aus dem Jahr 1908 wird im Zuge des Brandschutzes saniert und umgestaltet. Nur viereinhalb Monate Zeit hatten die Betriebe für die Arbeiten. Denn Anfang September beginnen die Proben für das Jubiläumsstück zum 100-jährigen Bestehen des Stadttheaters: "Iphigenie auf Tauris", ein Drama von Goethe.

veröffentlicht am 21.08.2008 um 00:00 Uhr

Rund 940 000 Euro investiert die Stadt Minden in die Arbeiten. Auf diese Art werden die im Rahmen einer wiederkehrenden Prüfung einschließlich einer Brandschau im Sommer 2006 aufgezeigten Mängel beseitigt und das dabei geforderte Brandschutzkonzept umgesetzt. Nach Abschluss der Arbeiten könne die Zahl der Brandwachen wieder von acht auf vier Feuerwehrmänner/-frauen heruntergefahren werden, so Günther Hick, Leiter der Gebäudewirtschaft der Städtischen Betriebe Minden. Vier sind für eine Vollbühne Vorschrift. So werden das Foyer und die Geschosse durch Glastüren in Abschnitte unterteilt, damit sich der Rauch im Brandfall nicht im gesamten Theater verteilen kann. Unterstützend dazu sollen die neu eingebauten Rauchabzugsanlagen das Theater rauchfrei halten. Der Teppichbelag in den Treppenaufgängen wird durch Naturstein ersetzt, um die Brandgefahr zu vermindern. Auch das Eingangsfoyer wird umgestaltet und das Kassenhäuschen von seiner mittigen Position wieder an den linken Rand versetzt, um mehr Platz im Eingang zu schaffen. Die Flachdächer der Balkone erhalten zusätzlich eine neue Wärmedämmung, außerdem sind die Balustraden mit dem Sandstrahler gereinigt worden. Im Einzelnen wurden folgende Mängel beseitigt: Teilung der Geschosse und des Foyers in Rauchabschnitte; Instandsetzung der Lüftungsanlage durch Einbau von Rauchabzugsanlagen; Einbau von Wandhydranten; Instandsetzung verschiedener Innentüren und Aufrüstung in Rauchschutztüren; Instandsetzung und Abdichtung der Balkone; Renovierung des Eingangsfoyers, Erneuerung der abgehängten Decke und des Kassenhäuschens; Erneuerung der Bodenbeläge (Naturstein bzw. Teppich) nach Forderung des Brandschutzes; Erneuerung des Innenanstrichs. Dennoch wird versucht, das Erscheinungsbild des Stadttheaters im Wesentlichen so zu belassen. Lediglich ein neuer Teppich und ein neuer Innenanstrich sollen dem Theater "mehr Atmosphäre und Klasse verleihen", erläutert Theaterleiter Bertram Schulte. Alle diese Veränderungen sind mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Am Ende werden Besucher maximal zehn Prozent der Maßnahmen bemerken. 90 Prozent befinden sich versteckt in Wänden, Decken und im Keller.



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