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Sketche und Akrobatik beim Jugendkarneval / Karnevalsclub feiert am Freitag im 44. Jahr / Jecken haben strenge Regeln

Apelerns Mini-Fünkchen tanzen keck mit Dreispitz

Apelern (nah). Fast 120 Akteure haben rund drei Stunden lang für Frohsinn in der Apelerner Sporthalle gesorgt. Es waren keine Erwachsenen, die oben im Scheinwerferlicht Witze rissen, sich atemlos tanzten oder mit klammheimlicher Hoffnung auf "Zugabe" - oder "Rakete"-Rufe warteten. Kinder und Jugendliche eiferten den Großen auf der Narrenbühne der Riesbachgemeinde nach - zur Freude von gut 400 Besuchern im bis auf den letzten Platz besetzten Saal. Der Jugendkarneval hat nichts von seiner Attraktivität eingebüßt.

veröffentlicht am 24.01.2008 um 00:00 Uhr

Die jüngsten Akteure hoppeln mit Plüschpferden über die Bühne. F

Beim fröhlichen Treiben herrschen durchaus strenge Regeln. Musiker, Technik und Zeremonienmeister hören auf das Kommando von Elferratspräsident Nils Heidkamp. Hinter den Kulissen laufen die Fäden bei einigen Erwachsenen zusammen. Sie haben das Programm aufgestellt, auswärtige Gäste rekrutiert und auf das Alter der jungen Akteure geachtet: Die Jüngsten sind noch nicht einmal fünf Jahre alt. Mit 17 aber ist unwiderruflich Schluss. Das weiß zum Beispiel auch Präsident Nils: In der nächsten Session sitzt bereits ein anderer auf seinem Stuhl. 14 Programmpunkte zwischen Einmarsch und Finale brauchen ihre Zeit, zwischendurch muss selbstverständlich eine lange Polonaise am Ende auch über die Bühne und vorbei an einer großen Süßigkeitenkiste führen. Da erleben dann die Zuschauer einen Höhepunkt, nachdem sie vorher den Sketchen gelauscht oder fasziniert die zahlreichen Tänze verfolgt haben. Fetziges steuert die Tanz- und Trachtengemeinschaft des Ortes bei. Die Jüngsten aus der Karnevalsriege hoppeln mit Plüschpferden herum; die Mini-Fünkchen überzeugen keck in rot-weißer Montur mit wippendem Dreispitz. Später geht es akrobatisch zu mit Breakdance und Jive-Schritten und sogar mit Einrädern auf der schmalen Bühnenfläche. Allen ist Applaus sicher - und ein Orden für die Mühen des Einstudierens in den vergangenen Wochen. Zu guter Letzt gibt es ganz nach Art der Großen ein Küsschen vom Elferrat - und oft ein kleines Geschenk oder auch ein Bussi der kleinen Akteure auf die Wangen ihrer Betreuer. Diese stehen zwar nicht im Scheinwerferlicht. Aber deren Lampenfieber dürfte sich durchaus mit denen der jungen Karnevalisten messen.



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