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Rodenberger stellen Ausbau der B 65 in Frage

Anwohner wollen keine Brücke vor der Tür

Rodenberg (bab). Die Pläne des Landkreises, bei einem Ausbau der Bundesstraße 65 die Trasse bei Bad Nenndorf um 250 Meter gen Rodenberg zu verlegen, haben die Anlieger der "Grover Grenze" aufgeschreckt. Sie sorgen sich, künftig eine fast fünf Meter hohe Straßenbrücke im Blick zu haben.

veröffentlicht am 13.02.2007 um 00:00 Uhr

Mehr als 70 Rodenberger, größtenteils Anwohner des Wohngebietes "Grover Grenze", waren auf Initiative der SPD Rodenberg zu einer Informationsveranstaltung über den geplanten Ausbau der B 65 gekommen. SPD-Vorsitzender Hans-Dieter Brand und Parteifreund Uwe Märtens, selber Anwohner, informierten die Gruppe über die Planungen und nahmen die Meinungen und Anregungen der Bürger auf. Die Erkenntnisse sollen in die Ratsarbeit einfließen. Die Befragten stehen den derzeitigen Plänen ebenso kritisch gegenüber wie die SPD Rodenberg. "Stellen Sie sich die Umgehungsstraße in Stadthagen vor, dann wissen Sie, was Sie hier zu erwarten haben", sagte Märtens, den ebenso wie Brand besonders die Ausmaße des geplanten Brücken-Bauwerks schrecken. "Der Verkehr von der A 2 soll kreuzungsfrei bis nach Stadthagen durchrollen können. Das ist der tiefere Sinn, der dahinter steckt", sagte Brand. Da Stadt und Samtgemeinde eine Stellungnahme zu den Planungen abgeben müssen, sollten nun die Bürger das Wort haben. Obwohl alternative Möglichkeiten ins Gespräch gebracht wurden wie "Troglösung" oder ebenerdige Trassenführung und Kreisel, fragten die Anwohner nach dem eigentlichen Sinn des Ausbaus. "Fragen Sie doch mal, wer absolut dagegen ist, dass überhaupt ausgebaut wird", schlug ein Anlieger vor und umgehend erhob die Mehrheit der Gruppe die Hände. "Wo liegt eigentlich die Notwendigkeit des Ausbaus?", fragte eine Frau. "Da sprechen Sie uns aus dem Herzen", antwortete Brand, der dennoch alternative Pläne und Kompromisse akzeptieren würde. Selbst Pendler sehen den Verkehr auf der B 65 nicht als problematisch an. "Zu den Hauptzeiten sindüberall die Straßen voll", so die Berufstätigen. Wenn es um Sicherheit auf der B 65 ginge, könnten günstigere Maßnahmen getroffen werden, so die herrschende Meinung. Zwischen zwei Bundesstraßen möchte eine Anwohnerin "nicht alt werden". Andere haben den Wert ihrer Häuser und Grundstücke im Auge. Brand fasste zusammen: "Was ich von hier mitnehme ist: Beim jetzigen Planungsstand kannman nicht dafür sein."



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