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Stromversorger spendiert der Samtgemeinde für vier Wochen ein Auto

Antrieb aus der Steckdose

Lindhorst (aw). Die Samtgemeinde soll ein Stück „grüner“ werden: Für die kommenden vier Wochen hat der Energieversorger e.on Westfalen-Weser der Samtgemeindeverwaltung ein Elektroauto von Peugeot iOn zur Verfügung gestellt.

veröffentlicht am 14.06.2012 um 19:22 Uhr

Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther sagte bei der Übergabe am Donnerstagmorgen auf dem Gelände des Bauhofes, das Fahrzeug solle in dieser Zeit verstärkt genutzt werden. Deshalb wurden nicht nur er selbst und Bauhof-Betriebsleiter Hugo Ballosch in die Handhabung eingewiesen, sondern auch drei Mitarbeiterinnen der Samtgemeindeverwaltung. Während Günther das fast geräuschlos fahrende Auto für dienstliche Termine nutzen will, soll es dem Bauhof dienen, um beispielsweise Teile zu transportieren. Vor allem für kleinere Fahrten sei der ein Jahr alte Wagen interessant, so Günther.

Sechs Euro kostet der Betrieb des Fahrzeugs nach Angaben des Sponsors auf 100 Kilometer. „Die Kosten für den Strom übernimmt die Gemeinde“, sagte Wolfgang Welscher, der bei e.on für das Kommunalmanagement zuständig ist. Steuern und Versicherungskosten werden vom Energieversorger übernommen.

Doch das Fahrzeug bietet nicht nur Vorteile. Nach maximal 120 gefahrenen Kilometern ist Schluss, das Auto muss an die Steckdose. Und das kann dauern. „Der Knackpunkt ist die lange Ladezeit“, so Welscher. Bis zu sechs Stunden kann es bei Wechselstrom dauern, bis der Wagen, der über einen serienmäßigen Elektroantrieb verfügt, wieder voll aufgeladen ist. Ein Aufladen mit Gleichstrom wäre schneller möglich, doch die dafür notwendige Technik ist teuer.

Die Samtgemeinde Lindhorst ist nicht die erste Kommune in Schaumburg, in der das Elektroauto zum Einsatz kommt. Unter anderem hatten Stadthagen und Bückeburg das Angebot von e.on genutzt, nach Lindhorst sind die Samtgemeinden Niedernwöhren und Sachsenhagen an der Reihe – „jede Kommune, die das haben möchte“, könne das Fahrzeug bekommen, versichert Welscher.

Günther zufolge denkt man in der Samtgemeindeverwaltung darüber nach, ein Elektroauto auch als dauerhaftes Dienstfahrzeug anzuschaffen. Um die Energieversorgung sicherzustellen, sollen als erster Schritt Stromtankstellen für E-Bikes errichtet werden, unter anderem an der neuen Park & Ride-Anlage in Lindhorst und an den Supermärkten.



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