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Mehr als 100 Anmeldungen: Zur Vermeidung des Losens müsste der Kreistag fünf elfte Klassen genehmigen

Ansturm auf IGS-Oberstufe: SPD fordert Erweiterung

Stadthagen (ssr). Die gymnasiale Oberstufe der IGS erlebt einen Ansturm. Mehr als 100 Schüler haben sich für das kommende Schuljahr für den 11. Jahrgang angemeldet. Das ergebe fünf Klassen. Die SPD-Fraktion im Kreistag fordert, dies zu ermöglichen, um Ablehnungen zu vermeiden. Der Beschluss zur Einführung der IGS-Oberstufe hatte eine Drei- bis Vierzügigkeit vorgesehen und müsste ausgeweitet werden.

veröffentlicht am 26.04.2007 um 00:00 Uhr

Die große Beliebtheit der IGS-Oberstufe bewertet die SPD als ausgesprochen positiv. "Diese Entwicklung ist sehr erfreulich und widerlegt die damals vielfach politisch motivierten Äußerungen, dass für eine IGS-Oberstufe nicht genügend Schüler zusammenkommen würden", stellte Fraktionschef Eckhard Ilsemann mit Blick auf den früheren Widerstand der CDU gegen die Oberstufe in einer Pressemitteilung fest. Die SPD-Fraktion hält es nach den Worten ihres Schulexperten Herwig Henke "auf jeden Fall für erforderlich, dass die IGS alle angemeldeten Schüler aufnimmt, damit ein Losverfahren wenigstens an der Oberstufe vermieden werden kann". Henke verweist darauf, dass Jahr für Jahr mehr als 300 Schüler, die für den fünften IGS-Jahrgang angemeldet werden, aus Platzgründen abgelehnt werden müssen. Da der künftige 12. IGS-Jahrgang nur drei Klassen umfasst (das Anmeldverfahren war vor einem Jahr im Zuge der Einführung der Oberstufe verspätet angelaufen), ergebe sich für das kommende Schuljahr im Schnitt ohnehin erstmal nur eine Vierzügigkeit, argumentiert Henke. Die räumlichen und personellen Voraussetzungen müssten also schnell zu lösen sein. Die SPD ziele daher auf eine schnelle Genehmigung der fünf elften Klassen durch die Kreistagsgremien, kündigte Ilsemann an. Darüber hinaus möchte die SPD aber die gesamte Schulentwicklung in Stadthagen mittelfristig in den Blick nehmen. Es seien nämlich folgende Tendenzen absehbar: Der Ansturm auf die IGS-Oberstufe könnte die Oberstufen der umliegenden Gymnasien "entlasten", so Henke. Des Weiteren müsse die Haupt- undRealschule Am Schlosspark (HR), die Ganztagsschule werden soll, räumliche Erweiterungsmöglichkeiten erhalten. Die Schule Am Schlosspark teilt sich derzeit eines ihrer Gebäude "Hinter der Burg" mit der IGS-Oberstufe. Schließlich erhöhe sich die Schülerzahl am Wilhelm-Busch-Gymnasium stetig, was dort zu einem steigenden Raumbedarf führe. Das Schulamt des Kreises solle mit daher der Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes beauftragt werden, fordert Ilsemann. Die SPD in Schaumburg werde die Beliebtheit der IGS zu einem politischen Thema machen, kündigte Henke an. Es könne nicht sein, "dass mit zweierlei Maß gemessen wird: Während unter dem Stichwort ,Freigabe des Elternwillens' ein unbegrenzter Zulauf zu den Gymnasien möglich ist und so die Haupt- und Realschulen geschwächt werden, müssen an der IGS wieder weit über 300 Anträge abgelehnt werden". Wenn man den Bedarf der Eltern und Schüler für den IGS-Besuch ernst nehme, "muss es in Schaumburg weitere Gesamtschulen geben", stellt Ilsemann fest. Hierfür werde sich "die Gruppe SPD/FDP" im Kreistag einsetzen.



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