weather-image
×

Sorgentelefon Hameln-Pyrmont besteht seit 25 Jahren

Anonyme und vertrauliche Gespräche

HAMELN. Anonymität und Vertraulichkeit ist das oberste (An)Gebot des Sorgentelefons Hameln-Pyrmont e. V., das in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert.

veröffentlicht am 29.08.2019 um 00:00 Uhr

In Kooperation mit der bundesweiten Telefonseelsorge – die es seit über 60 Jahren in Deutschland gibt – ist dieses soziale Angebot hier vor Ort mittlerweile nicht mehr wegzudenken.

Ina Loth, Vorsitzende des Sorgentelefons e. V. sagt: „Das Sorgentelefon Hameln-Pyrmont ist in das bundesweite Netzwerk der Beratungsstellen eingebunden und arbeitet mit den Hilfsangeboten hier vor Ort gut zusammen.“ Diese Kooperation mit der Telefonseelsorge Hannover besteht seit 2012.

Sämtliche Seelsorger/innen durchlaufen eine einjährige Ausbildung in der sie lernen mit Empathie, Unvoreinge-nommenheit und aktivem Zuhören den Anrufern zu begegnen und per Telefon eine Beziehung herzustellen. Sie verpflichten sich zu vorurteilsfreier unbedingten Offenheit, zur garantierten Verschwiegenheit und darauf, keinen religiösen, politischen und konfessionellen Druck auszuüben. Der Anrufer wird angenommen, wie sie/er ist und wird nicht nach eigenen Wertmaßstäben beurteilt. Ute Kurkowski, 2. Vorsitzende des Vereins betont: „Die Anonymität – die übrigens für AnruferIn und MitarbeiterIn gilt – ermöglicht es dem Anrufer somit, vertrauliche Gespräche in einem geschützten Raum zu führen. Der Anrufer selbst bestimmt Beginn und Ende des Gespräches.“ Bei dem Sorgentelefon/der Telefonseelsorge handelt es sich um eine Akutanlaufstelle, die rund um die Uhr besetzt ist. Sie dient der akuten Krisenintervention sowie als Orientierungshilfe und verweist, wenn möglich, auf Beratungsstellen vor Ort.

Gesprächsthemen zu Arbeitslosigkeit, Einsamkeit, häuslicher Gewalt, Missbrauch, psychischen Belastungen und Erkrankungen sowie Suizid sind nur einige der Beispiele, die den MitarbeiterInnen täglich begegnen.

Das setzt ein hohes Maß an Vertrauen und vorurteilsfreiem Einfühlungsvermögen voraus. Die Möglichkeit, unerkannt (anonym) sein zu können, erleichtert es den Anrufern häufig, ihre Sorgen anzusprechen. Besonders, wenn das eigene soziale Umfeld aus ihrer Sicht schon überstrapaziert ist und kein offenes Ohr mehr hat – oder wenn es gar keine sozialen Kontakte mehr gibt. Hilfe für Menschen in Krisen und besonderen Lebenslagen ist gebührenfrei rund um die Uhr unter der Nummer 0800 1110111 und zusätzlich von 18 bis 21 Uhr unter der Nummer 0800 1110444 erreichbar.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Anzeige