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Erweiterungsfläche im Neubaugebiet "Auf der Höhe" sollte ursprünglich unbebaut bleiben

Anlieger verteilen geharnischte Protestbriefe

Bückeburg (rc). Bewohner des Neubaugebietes "Auf der Höhe" im Bückeburger Ortsteil Petzen machen weiter mobil gegen eine geplante Ausweitung des Neubaugebietes auf einer Fläche, die ehemals als Erweiterungsfläche für den Petzer Friedhof vorgesehen war. Da die Kirchengemeinde diese Fläche nicht mehr benötigt, soll sie jetzt bebaut werden können. Die Anwohner, die ihre Häuser alle direkt an die geplante Erweiterungsfläche gebaut haben, sagen nun, dass sie seinerzeit die Grundstücke wegen der guten Lage gekauft und natürlich für die "Sahnestücke" entsprechend mehr gezahlt hätten. Wenn jetzt vor ihrer Nase gebaut werden dürfe, werde ihnen dieser Mehrpreis entzogen. Im jüngsten Bau- und Umweltausschuss verteilten sie geharnischte Protestbriefe an die Ausschussmitglieder und verwiesen auf ein Gespräch, dass diese Woche mit Bürgermeister Reiner Brombach anberaumt worden ist. Auch aufgrund dieses Termins entschied der Ausschuss, den fälligen Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan zunächst von der Tagesordnung zu nehmen und die Ergebnisse des Gesprächs abzuwarten.

veröffentlicht am 19.05.2007 um 00:00 Uhr

Baufachbereichsleiter Karlheinz Soppe mahnte allerdings zur Eile, da noch in diesem Sommer der Endausbau der Straßen in "Auf der Höhe" über die Bühne gehen soll. Der Satzungsbeschluss müsse daher möglichst schnell gefasst werden. In dem Protestbrief fragen die "schockierten" Anwohner, warum "auf Biegen und Brechen" dort vier Grundstücke ausgewiesen werden müssten. Als erste Erweiterungspläne bekannt geworden seien, sei ihnen seitens des Bauamtes noch beschieden worden, dass es aus "wirtschaftlicher Sicht" nicht vertretbar sei, in dieser "ungünstigen Lage" Bauflächen auszuweisen. Es sei Pflicht der Stadt, sorgsam und gewissenhaft zu prüfen, wie mit öffentlichen Geldern umgegangen wird. Hier aber würden ohne begründete Angaben Steuergelder verschwendet. Außerdem reserviere die Volksbank, die das Neubaugebiet erschlossen hat, bereits Grundstücke für interessierte Häuslebauer: "Wie ist das für ein noch nicht bestätigtes Baugebiet möglich?"



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