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Nach dem Starkregen vom 21. August: Gräben werden geräumt, Konzept erarbeitet

Anlieger fordern Hochwasser-Schutz: "Sonst gehen wir eines Tages unter"

Rinteln (crs). Die Anlieger der Kendalstraße sind sauer. Beim Starkregen zu Pfingsten sind ihre Keller mit Wasser voll gelaufen, bei den sintflutartigen Regenfällen am 21. August schon wieder. "Dabei haben wir die Stadtverwaltung direkt nach Pfingsten um Hilfe gebeten", machten etliche Anwohner bei der jüngsten Bauausschuss-Sitzung ihrem Unmut Luft, "aber geschehen ist bis dato gar nichts."

veröffentlicht am 08.09.2007 um 00:00 Uhr

Am späten Nachmittag des 21. August in der Kendalstraße: Verzwei

Dass soll sich jetzt endlichändern: Bereits in der nächsten Woche sollen als "Sofortmaßnahme" die Gräben geräumt werden, verspricht Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz auf Anfrage unserer Zeitung. Noch weitergehende Schutzprojekte will die Stadtverwaltung in den kommenden Wochen erarbeiten. Buchholz verwahrt sich allerdings gegen Schnellschüsse: "Wir müssen zunächst untersuchen, was Sinn macht." Ähnlich argumentierte bereits Baudezernent Reinhold Koch bei der Bauausschuss-Sitzung am Mittwochabend. "Wir wollen nicht erst das nächste Hochwasser abwarten", sicherte er die sofortige Räumung der verkrauteten Gräben zu: "Nächste Woche kommt der erste Bagger." Weitergehende Schutz-Maßnahmenerforderten jedoch mehr Vorbereitung, erbat Koch für die Verwaltung Zeit zur Ausarbeitung eines entsprechenden Konzepts - und das soll dann nicht bloß die Kendalstraße umfassen, sondern das gesamte Stadtgebiet, so auch das von den Überflutungen ebenfalls stark betroffene Exten. In der streckenweise hitzigen Auseinandersetzung im Bauausschuss schilderten unter anderem Christoph Dreyer und Wilhelm Thorns als Anlieger der Kendalstraße die Überschwemmungen in teils drastischen Worten - und forderten: "Es muss endlich was geschehen, damit wir nicht eines Tages untergehen." Selbstverständlich wolle die Stadt den Schutz vor derartigen Unwettern verbessern, versicherte Buchholz gestern. Zugleich hoffe er aber auch darauf, dass die Bürger selber zu ihrem Schutz tätig werden: "Das kann nicht alles die öffentliche Hand allein regeln." Aus diesem Grund bieten die Abwasserbetriebe den Bürgern kostenlose Beratungsgespräche an, was diese zu ihrem Eigenschutz tun können.



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