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Anwältin einstimmig von der FDP nominiert

Anke Blume: „Ich bin die Richtige als OB“

Hameln. Einstimmig hat die FDP in Hameln gestern Abend in einer offenen Abstimmung die Rechtsanwältin Anke Blume zur Oberbürgermeisterkandidatin gewählt. Selbstbewusst erklärte die 50-jährige Fachanwältin für Familienrecht und ausgebildete Mediatorin: „Ich glaube, dass ich die richtige als OB bin. Ich trete an, um zu gewinnen. Die FDP ist dran.“ Die Liberalen wollten beweisen, „dass es im Rathaus mit der FDP nur besser werden kann“. Sollte Anke Blume am 25. Mai oder, im Falle einer Stichwahl, drei Wochen später tatsächlich zur Chefin des Rathauses bestimmt werden, wäre sie nach Christa Bruns und Susanne Lippmann die dritte Oberbürgermeisterin der Rattenfängerstadt.

veröffentlicht am 26.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.03.2014 um 14:57 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Das stellvertretende Vorstandsmitglied der Hamelner FDP versteht die Aufgabe der Oberbürgermeisterin „als die Vermittlungsstelle zwischen den politischen Entscheidungen und der Umsetzung durch die Verwaltung“. Von den Beteiligten an diesem Prozess fordert sie, „lösungsorientiert und offen zu sein“. Bloße Nein-Sager will sie angesichts der anstehenden Entscheidungen und der angespannten Haushaltslage nicht dulden. Nein-Sager müssten stattdessen in die Verantwortung genommen werden. Ängsten, unbequeme Reformen anzupacken, will die Liberale „mit Optimismus und Offenheit entgegentreten und Perspektiven für die Stadt schaffen“.

Wichtig ist der Kandidatin, dass Hameln als Wirtschaftsstandort seine Verkehrsanbindung mit der S-Bahn nach Hannover behält und die Verbindung weiter ausgebaut wird. „Denn ohne S-Bahn ist der Wirtschaftsstandort Hameln schwer zu erhalten.“ Als Vertreterin der Stadt Hameln werde sie sich in die entscheidenden Gremien des Landes zur Sicherung und zum Ausbau der S-Bahn-Verbindung einbringen.

Um Hameln als touristischen Standort, zu dem nicht nur der Rattenfänger sondern auch die Altstadt und das Hochzeithaus gehörten, voranzubringen, will Blume als OB „in absehbarer Zeit“ Geld für das Renaissancegebäude in die Hand nehmen. „Was daraus wird, kann ich nicht sagen, aber es gibt viele gute Ideen, die diskutiert werden müssen.“ Ein klares Bekenntnis legte die FDP-Frau zum Schulzentrum Nord ab, um Hameln als Zentrum der Region auch in Zukunft ein breit gefächertes Schulangebot und gute Bildungsmöglichkeiten zu sichern. Zum Thema Haushaltskonsolidierung kündigte Blume an, „dass wir über moderate Gebühren- und Abgabenanpassungen sprechen müssen“, auch wenn dieses Thema von vielen Bürgern nicht gern gehört werde. „Es wäre aber unredlich“, betonte sie, „offensichtliche Wahrheiten nur um der Stimmen willen zu unterdrücken.“ Sie werde Entscheidungen zu vertreten haben, „die immer mindestens eine Interessengruppe benachteiligen werden. Dazu sehe ich mich im Interesse aller in der Lage.“ Zur sozialen Situation im Brennpunktbereich Kuckuck erklärte Blume am Rande der FDP-Mitgliederversammlung, es könne nicht einer einzelnen Organisation wie SAM überlassen werden, sich vor Ort zu engagieren. „Jugendamt, Polizei und Ordnungsamt müssen sich dort gemeinsam einschalten.“ Den Eltern müsse klargemacht werden, dass sie hierher gekommen seien, damit es ihnen besser gehe. Dafür müssten sie aber in die Verantwortung genommen werden und für ihre Kinder durch Schul- und Ausbildung sowie dem Erlernen der deutschen Sprache die Voraussetzungen schaffen.

In der Versammlung wurde Klaus-Peter Wennemann bei zwei Enthaltungen erneut zum Stadtverbandsvorsitzenden gewählt. Einstimmig wurden Anke Blume und Rechtsanwalt Burkhard Papendick zu seinen Stellvertretern bestimmt. Auch Schatzmeister Heiner de Jong wurde einstimmig bestätigt.



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