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Rat der Gemeinde verabschiedet Etat

Angst vor höherer Kreisumlage geht in Hülsede um

Hülsede (bab). Hülsede muss die sparsame Haushaltsführung fortsetzen. Der Haushaltsplan 2009 weist zwar eine geringe freie Spitze aus. Unerwartete Ausgaben wie die für die Sanierung einer kaputten Brücke muss die Gemeinde deshalb eventuell durch überplanmäßige Ausgaben auffangen.

veröffentlicht am 13.12.2008 um 00:00 Uhr

"Das hat uns alleüberrascht", sagte Bürgermeister Herbert Weibels (SPD) zum schlechten Zustand einer Brücke über die Rodenberger Aue im Bereich Schlottwiesen bei Schmarrie. Auf Hinweis eines Landwirts hatte die Verwaltung den Zustand der Brücke geprüft und Sanierungsbedarf festgestellt. "Es dreht sich um eineKostenhöhe von 8000 bis 10 000 Euro", teilte Hülsedes stellvertretender Gemeindedirektor Günther Wehrhahn mit. "Kämmerer, wie sollen wir das händeln?" fragte Weibels den Verwaltungschef Uwe Heilmann. Wenn die Verwaltung einen Auftrag zur Sanierung bekomme, müssten überplanmäßig Mittel zur Verfügung gestellt werden, lautet dessen Antwort. "Anders geht das nicht", so Heilmann. In der Winterzeit werde dieBrücke ohnehin noch nicht in Angriff genommen. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Sanierung bei einer Begehung zu beraten, zu der auch die Jagdgenossenschaft hinzugezogen wird. Das Volumen des Vermögenshaushalts für den Etat 2009 besteht in Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 14 800 Euro. "Im Vermögenshaushalt können wir leider nichts vermelden. Das Geld ist eben nicht da", so Heilmann. "Wir müssen auch die nächsten Jahre behutsam mit den Haushaltsmitteln umgehen." 12 500 Euro aus dem Vermögenshaushalt werden für die Tilgung von Krediten verwendet, 2300 Euro fließen in die Rücklagen. Im Verwaltungshaushalt belaufen sich Einnahmen und Ausgaben jeweils auf 610 400 Euro. Ein Ausreißer sei die Summe für die 950-Jahrfeier im kommenden Jahr, so Heilmann. 10 000 Euro sind angesetzt. Der Gemeindedirektor hofft allerdings, dass durch entsprechende Einnahmen die Summe nicht in voller Höhe benötigt wird. "Auch wenn es für uns immer schwieriger wird, die Zuschüsse für Vereine und Verbände wollen wir beibehalten", betonte Weibels. Auch in Hülsede machen sich die Ratsmitglieder Sorgen um die Entscheidung des Landkreises. "Können wir damit rechnen dass die Kreisumlage erhöht wird?" fragte etwa Wolfgang Jamma (SPD). "Sonst weiß ich nicht, wo wir nächstes Jahr Geld herkriegen sollten", befürchtete der Ratsherr die Folgen einer Erhöhung. Heilmann gab sich optimistisch. "Nein, wir kämpfen", beschrieb er die Haltung der Kreistagsmitglieder aus der Samtgemeinde Rodenberg. Voraussichtlich im März werde der Kreishaushalt verabschiedet.



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