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Welche Maßnahmen sich die Ortsbürgermeister 2008 für ihre Dörfer wünschen

"Anger"-Neugestaltung in Exten, Gehwegsanierungen in Engern

Rinteln (wm). Fenster undicht, im Wirtschaftsweg Schlaglöcher, ein Graben müsste geräumt werden, auf dem Friedhof fehlt eine Wasserstelle - es sind die Ortsräte, bei denen solche Hinweise oder Beschwerden der Anwohner in den Dörfern auflaufen - "Kleinkram", gemessen an den Millioneninvestitionen, die die Stadt für andere Projekte tätigt, doch Dinge, die den Alltag erleichtern oder erschweren.

veröffentlicht am 12.01.2008 um 00:00 Uhr

Der größte Wunsch des Ortsrates Exten: Der Dorfmittelpunkt "Am A

Traditionsgemäß zu den Etatberatungen für den Haushalt dieses Jahres hatten die Ortsbürgermeister noch im Dezember für den Rat eine Liste all der Maßnahmen zusammengestellt, die ihrer Meinung nach in den Dörfern in diesem Jahr realisiert werden sollten. In Goldbeck empfiehlt der Ortsrat die Ausbesserung der meisten Feld- und Wanderwege - es wäre mal wieder an der Zeit. In der Friedhofskapelle wird ein "Frostwächter" vermisst und das Eingangstor sollte erneuert werden. Der Turnraum im Spielkreis hat undichte Fenster, der Gruppenraum einen neuen Anstrich nötig, die Eingangstür ist defekt. Die Feuerwehrgarage braucht ein neues Tor. In Friedrichswald blättert der Putz von der Außenwand des Feuerwehrgerätehauses. Im ziemlich beengten Versammlungsraum wünscht sich die Feuerwehr einen Ventilator und der Innenturm sollte saniert werden. Dass die gewünschte Aufstockung des Feuerwehrgerätehauses kaum in diesem Jahr realisiert wird, machte bereitsdie Diskussion im Finanzausschuss deutlich: Zu teuer. In Wennenkamp ist das Tor des Feuerwehrhauses erneuerungsbedürftig. In Uchtdorf müsste eigentlich das rund 30 Jahre alte Dorfgemeinschaftshaus komplett saniert werden - mit neuem Innenputz, einer besseren Belüftung und Generalüberholung der Toilettenanlagen. Tenor im Finanzausschuss: "Wat mut, dat mut!" Was allerdings auch heißt, was nicht dringend nötig ist, wird erst einmal auf die lange Bank geschoben. In Ahe, Engern und Kohlenstädt hat der Ortsrat vor allem Gehwegsanierungen in Engern und an der Oldendorfer Straße auf die Liste gesetzt. Wieder hergestellt werden sollte auch der Wanderweg von der kleinen Schweiz in Engern bis zur Grafensteiner Höh in Steinbergen - der Trampelpfad ist völlig zugewachsen und hat tiefe Löcher. In Krankenhagen hofft man auf einen positiven Bescheid des Deutschen Fußball Bundes, der verschenkt nämlich in ganz Deutschland 1000 Bolzplätze. Das Minikunstrasenfeld soll hinter der Schule angelegt werden. Die Stadt wäre bereit, die dafür notwendigen Vorarbeiten zu leisten, rund 20 000 Euro sind im Haushalt vorgesehen. In Volksen wünscht sich der TTC drei neue Tischtennisplatten. Abgelehnt worden ist vom Finanzausschuss die Ausleuchtung des Schotterweges parallel zur Alten Kasseler Straße, der als Schulweg zur Bushaltestelle genutzt wird. Begründung: Zu aufwändig und zu teuer, weil hier keine Kabel liegen. In Möllenbeck hält der Ortsrat vor allem die Sanierung des Bolzplatzes für vordringlich. Instandgesetzt werden sollte der Bürgersteig an der Hildburgstraße in der Neustadt bis zur Bundesstraße wie am Breiten Bören bis zum ehemaligen Forsthaus, außerdem die Zuwegung von der Hildburgstraße zur alten Badeanstalt. In Todenmann möchte der Ortsrat das Dorf verschönern, auch mit Blick auf die Wanderer. Angelegt werden soll ein Baumpark am alten Friedhof und ein Erlebniswanderweg durch den Dankerser Wald bis zum Zollhaus. Praktisch alle Gemeindestraßen im Dorf seien sanierungsbedürftig, so die Meinung des Ortsrates, hier müsste bei einer Ortsbegehung eine Prioritätenliste erstellt werden. In Hohenrode hat der Ortsrat die Sanierung des Feuerwehrübungsplatzes unter der Hünenburg beantragt, der von vielen Wanderern im Taubenberg auch als Parkplatz genutzt wird. Mit die längste Liste legte der Ortsrat Exten vor, unter anderem mit folgenden Vorschlägen: Die Heimatstube braucht neue Fenster, am neuen Friedhof gibt es zu wenige Parkplätze, vor den Höfen sollten zusätzliche Leitpfosten gesetzt werden, am Friedhof fehlt ein Abfallbehälter, der Straßenbelag am Eisenhammer ist marode. Für das Dorfgemeinschaftshaus wünscht sich der Ortsrat eine zweite Umkleidekabine, auch für die Schiedsrichter. Die Heizkörper müssen gestrichen, Toilettenbecken ausgetauscht werden. Farbe fehlt an der Grundschule. Dass der größte Wunsch ein Mehr-Jahres-Projekt wird, ist allerdings auch dem Ortsrat klar - nämlich die Neugestaltung des Angers als Dorfmittelpunkt.

Saniert werden soll der Feuerwehrübungsplatz in Hohenrode, der g
  • Saniert werden soll der Feuerwehrübungsplatz in Hohenrode, der gleichzeitig als Parkmöglichkeit für Wanderer dient. Foto: clb
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  • Die Ortsfeuerwehr Goldbeck möchte für ihre Feuerwehrgarage ein neues Tor. Foto: rnk

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