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Ortsrat initiiert Umfrage: Extener kritisieren Verkehrsführung, vermissen Radständer und Mülltonnen

Anger am Pranger - was sich hierändern soll

Exten (wm). Es gibt sie tatsächlich, die Bürger, die sich wünschen, dass der Anger in Exten so bleibt, wie er ist. Doch das ist die Minderheit. Eine Mehrheit von über 60 Prozent möchte den Anger neu gestaltet sehen - das ist das Ergebnis einer vom Ortsrat initiierten Bürgerumfrage. Kirstin von Blomberg und Joachim von Meien haben die Umfrageergebnisse jetzt im Gasthaus "Zur Post" interessierten Zuhörern vorgestellt.

veröffentlicht am 24.10.2007 um 00:00 Uhr

Beschaulicher Blick auf den Anger im Zentrum von Exten: Es gibt

Der Ortsrat wollte zunächst grundsätzliche Fragen geklärt haben: Wie wird die Parksituation am Anger eingeschätzt? Soll dieser Dorfmittelpunkt verschönert werden? Die Antworten der Mehrheit der Bürger waren eindeutig. Die meisten wünschen sich eine bessere Kennzeichnung der Parkplätze, zurzeit werde am Anger "wild kreuz und quer" geparkt, wie es grade passt - oder auch nicht. Dass es Ärger gibt, ist der Umfrage zufolge jeden Morgen zu beobachten, wenn alle es eilig haben beim Brötchenholen und sich oft gegenseitig behindern. Für unbefriedigend halten auch viele die Verkehrssituation am Anger allgemein - hier gemeint sind die Ausfahrten auf die Mittelstraße. Ein Vorschlag: Der Anger sollte nur noch als Einbahnstraßenring befahrbar sein. Die Mehrheit findet das vorhandene Pflaster hässlich - der Platz sollte deshalb neu und ansprechender gestaltet werde. Die Bäume sind für alle Bürger ein Positivposten, sollten aber zurückgeschnitten werden. Allein die Tanne vor der Sparkasse, die sollte weg, schlagen gleich mehrere Befragte vor. Ein großes Ärgernis für die Mehrheit der Extener ist das verwahrloste Haus am Anger 9. Die Vorschläge gehen von "renovieren" über "abreißen" bis zu "aufkaufen und das Gelände in den Anger integrieren". Klar ist für die Mehrheit der Extener ebenso wie für den Ortsrat, der Anger soll auch in Zukunft Dorfmittelpunkt und ein Festplatz bleiben - wofür er bestens geeignet ist, wie sich bei den Schützenfesten und jüngst bei der 1111-Jahr-Feier gezeigt hat. Das Denkmal, so notierten einige Bürger auf den Umfragezetteln, hätte mal eine Reinigung nötig, Ketten und Zaun seien nicht mehr zeitgemäß, auch eine bessere Anpflanzung würde das Denkmal aufwerten. Vermisst werden auf dem Anger Fahrradständer und Mülltonnen. Weitere Idee: Ein Brunnen passe gut zu einem Dorfmittelpunkt. Wie Ortsbürgermeister Thorsten Kretzer humorvoll anmerkte, habe die Debatte durchaus seltsame "Blüten" hervorgebracht - Einzelheiten wollte er aber nicht nennen. Kretzer will die Ergebnisse zunächst im Ortsrat diskutieren lassen - gewissermaßen als Vorgabe für einen möglichen externen Planer, dann demRintelner Rat und der Verwaltung als Wunsch des Ortsrates vortragen. Wobei sich Kretzer im Klaren ist: Es gibt zunächst Dringenderes im Ort zu erledigen, Stichwort Buswendeplatz. Und dann ist da noch die Frage der Finanzierung: Wobei sich die Versammlung in der "Post" auch durchaus vorstellen konnte, dass sich der eine oder andere Sponsor für eine Anger-Neugestaltung findet. Mögliche potente Geldgeber hätten dort ja ohnehin bereits eine Zweigstelle...

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