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Angeklagter setzt sich in die Türkei ab

Stadthagen (jl). Das Landgericht Bückeburg hat den Prozess gegen den mutmaßlichen Kinderpeiniger aus Stadthagen (wir brichteten) vorläufig eingestellt. Der Grund: Nach Kenntnis des Gerichtes hat der 39-jährige Beschuldigte sich in die Türkei abgesetzt.

veröffentlicht am 14.06.2008 um 00:00 Uhr

Wie berichtet, war der Angeklagte zur ersten Verhandlung vor der 1. Großen Jugendkammer des Landgerichtes in dieser Woche unentschuldigt nicht erschienen. Laut einer Pressemitteilung ist seitdem nach dem Flüchtigen vergeblich gefahndet worden. Das Verfahren soll im Fall einer Festnahme von Öczan D. wieder aufgenommen werden. Dem Mann wird von der Justiz vorgeworfen, seinen zur Tatzeit elf Jahre alten Sohn in fünf Fällen mit gefährlichen Werkzeugen misshandelt zu haben. Er soll den Sohn gegen ein Sofa geworfen, ihn mit einer hölzernen Flöte und einem Nudelholz geschlagen und ihn mehrfach mit der Hand ins Genick geschlagen sowie den Kopf des Jungen mit der Stirn gegen eine Tür gerammt haben. Am kommenden Montag sollte die Hauptverhandlung gegen den mutmaßlichen Peiniger beginnen. Die Kammer hatte vier Verhandlungstage angesetzt und 16 Zeugen geladen.



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