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Positive Zwischenbilanz in Sachen Ganztagsbetreuung / Mittel im Haushalt vorgesehen

Angebote an weiteren Grundschulen denkbar

Bückeburg (kk). Die ersten Erfahrungen sind positiv - das Angebot soll möglichst ausgebaut werden. Die Ganztagsbetreuung an Bückeburger Grundschulen könnte sich zum Erfolgsmodell entwickeln. 100 000 Euro sollen dafür in diesem Jahr im städtischen Haushalt zur Verfügung gestellt werden, 70 000 mehr als im vorigen Jahr, als das Projekt angeschoben wurde.

veröffentlicht am 06.02.2007 um 00:00 Uhr

Im Schulausschuss zog Rektor Wolfgang Voss von der Grundschule am Harrl jetzt eine Zwischenbilanz. Beim Start seien 78 Kinder dabei gewesen, inzwischen seien es 88. Hauptsächlich Kinder aus den Klassen eins bis drei und aus dem Schulkindergarten nutzten die Betreuung bis in den Nachmittag hinein, die die Schule in Kooperation mit 13 Anbietern organisiert. Mit von der Partie ist zum Beispiel die Musikschule. An jedem Tag seien acht Betreuerinnen und Betreuer in der Schule, die auch eine gezielte Förderung der Kinder in Kleingruppen ermöglichten. "Das macht viel Spaß, bedeutet aber auch viel Arbeit", so Voss. Auffällig sei der hohe Anteil an Migrantenkindern: "Das ist gut so, es fördert die Integration." Wichtiges Element der Ganztagsbetreuung ist das gemeinsame Mittagessen. Die Speisen würden vom Krankenhaus Bethel geliefert und seien "sehr gut", so der Rektor erfreut. Zwei Euro müssten die Eltern dafür bezahlen, nach Bedarf seien Ermäßigungen für Familien mit mehreren Kindern möglich. Das seit Herbst vorigen Jahres laufende Angebot der Grundschule am Harrl wird auch von Eltern und Kindern anderer Bückeburger Grundschulen interessiert beobachtet. Ummeldungen hat es deswegen noch nicht gegeben, sie werden aber nicht ausgeschlossen. Doch möglicherweise müssen Eltern ihre Kinder auch gar nicht ummelden, um in den Genuss einer Ganztagsbetreuung (bis 15.30 Uhr) zu kommen. Geprüft wird die Einführung auch an den anderen drei Bückeburger Grundschulen. In Meinsen haben bereits 14 Prozent der Eltern Interesse bekundet, im Petzer Feld 20 Eltern, weitere 46 möchten ausführlicher informiert werden. 45 000 bis 48 000 Euro koste die Betreuung in der Grundschule am Harrl pro Jahr. Es besteht also ausreichend finanzieller Spielraum, um das Angebot auch bei einer oder mehreren der anderen (kleineren) Grundschulen einzuführen. "Dabei muss dann für jede Schule eine individuelle Lösung gefunden werden," so Fachgebietsleiter Siegfried Demjanenko von der Bückeburger Stadtverwaltung. Wichtig sei allerdings, dass keine größeren baulichen Maßnahmen erforderlich würden - dafür würde das Geld zumindest im Jahr 2007 denn doch nicht ausreichen.

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