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Andenken für die Amerikaner aus Apelern

Apelern (bab). In Apelern soll eine Skulptur an die Auswandererfamilien erinnern, die im 19. Jahrhundert Schaumburg verließen. Initiiert wurde diese Idee von der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft (SDAG). Der ehemalige Vorsitzende der Gesellschaft, Stephan Walter, teilte mit, dass die SDAG sich auf den Standort Apelern geeinigt hat, da die ausgewanderten Familien, die sich in Illinois (USA) ansiedelten,aus den heutigen Apelerner Ortsteilen stammten (wir berichteten).

veröffentlicht am 28.06.2007 um 00:00 Uhr

Entwurf der Skulptur.

Die rund zwei Meter hohe Skulptur aus Obernkirchener Sandstein soll an der Apelerner Kirche stehen. "Die Beziehung der Auswanderer zur Kirche war sehr eng", erklärte Walter im Bau-, Umwelt- und Wegeausschuss des Gemeinderates Apelern, "sie sind in dieser Kirche getauft und teilweise noch konfirmiert worden." Auch Ehen wurden in der Kirche geschlossen. Deshalb habe die SDAG auch die Kirchengemeinde und den Verein für Heimatpflege als Unterstützer gesucht. Die Auswanderer hatten sich in Sarah's Grove niedergelassen, wie Walter berichtet. Der spätere Name Schaumburg gehe auf den Reinsdorfer Heinrich Friedrich Nerge zurück, der gesagt haben soll: "Schaumburg shall et heiten." Dieser Spruch wird auf dem Sockel der Skulptur zu lesen sein wie auch die Namen der Auswanderer, die die Historikerin Simone Eick im Rahmen einer Doktorarbeit ermittelt habe. Namen von 17 Gründerfamilien wurden zusammengetragen. Diese verließen damals in einer Kettenauswanderung das Land. Der Entwurf der Skulptur stamme von dem Bildhauer Karsten Fischer aus Borstel und werde von diesem kostenlos umgesetzt. Im oberen Bereich des Steins sollen Segel zu sehen sein, die den Aufbruch in die Neue Welt symbolisieren. Diese werden die Wappen der beiden Schaumburgs tragen. Walter hofft auf Sponsoren und auf einen Zuschuss von der Gemeinde Apelern, der Sparkasse Schaumburg, dem Heimatverein und der "Schaumburger Landschaft". Walter rechnet mit Kosten von 2500 Euro. Die SDAG würde 1000 Euro beisteuern. Die Samtgemeinde soll gebeten werden, Transport und Aufsstellung zu übernehmen. Die SDAG möchte 2008 zu ihrem 25-jährigen Bestsehen die Skulptur präsentieren.



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