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Pfingstmontag wird Abschnitt von Rinteln nach Möllenbeck eingeweiht / Abendgespräch am 9. Mai

Anbindung an Pilgerweg nimmt Formen an

Rinteln (ur). Der von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz entwickelte Gedanke, eine Anbindung von Rinteln an den Pilgerweg Loccum-Volkenroda zu schaffen, nimmt jetzt offenbar Formen an.

veröffentlicht am 03.05.2007 um 00:00 Uhr

Bereits am Mittwoch, 9. Mai, findet in der Superintendentur des Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg an der Schlingstraße 8 um 20 Uhr "außerhalb der Reihe" ein ökumenisches Rintelner Abendgespräch statt, das sich mit der Thematik beschäftigt. Der Publizist und Theologe Jens Gundlach, der das Buchüber den historischen Pilgerweg verfasst hat, damit auch dessen Wiederbelebung forcierte und im Gespräch mit Buchholz diesen auch dazu anregte, die Anbindung Rintelns und Möllenbecks zu betreiben, wird im Rahmen dieser Veranstaltung den ganzen Pilgerweg vorstellen. Damit sollen nicht nur historische und theologische Hintergründe zum Pilgerwesen vermittelt werden: Gundlach will sein Publikum ganz bewusst anregen, sich selber auf den Weg zu machen und die spirituelle Qualität des Wanderns "für Gott und die Welt" zu erfahren. Inwieweit speziell die Rintelner bereit sind, diesem Ruf zum modernen Pilgern zu folgen, wird vielleicht schon am Pfingstmontag deutlich werden, wenn die Kirchengemeinden der Stadt gemeinsam dazu aufrufen, den lokalen Abschnitt des Weges mit einer Wanderung nach Möllenbeck einzuweihen, wo dann im Klosterhof ein Gottesdienst stattfinden wird. "Die Stadt Rinteln hat dankenswerterweise ihre Bereitschaft erklärt, diese Wegerweiterung auszuschildern", heißt es dazu in einer Erklärung der Superintendentur. Bürgermeister Buchholz sieht sich auch an diese Zusage gebunden, weiß aber nicht, ob sich die Beschilderung bis zum Auftakt am Pfingstmontag noch realisieren lässt: "Wir beteiligen uns ja an diesem Vorhaben im Rahmen des EU-Projekts ,Leader plus', und da ist auf höherer Ebene die EKD zuständig, die es auch übernommen hat, einheitliche Wegweisungen zu gestalten. Von denen aber haben wir bislang noch nicht die Schilder erhalten, die wir in die vorhandenen Ausweisungen für Rad- und Wanderwege integrieren wollen." Man halte sich aber bereit, die Schilder zeitnah zu montieren, wenn sie denn erst vorhanden sind. Gleichzeitig bemühe man sich darum, an allen Kirchen im Einzugsbegebiet entsprechende Hinweise auf den Pilgerweg anzubringen, sagt Buchholz: "Schließlich sollen auch die Gotteshäuser einbezogen werden, die außerhalb der Gottesdienste geschlossen sind."



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