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Zeltlager entführt 45 Kinder in eine Abenteuerwelt

An Tauen schwingen sich die Trapper durch den Wald

Bad Eilsen (sig). Welcher Junge hat nicht schon davon geträumt, einmal Trapper zu sein und solche Männer wie Old Shatterhand und Winnetou zu treffen? Die von Karl May erdachten Figuren sind bis heute Idole geblieben. Und so war es kein Wunder, dass die Einladung der Eilser evangelischen Jugend zu einem Trapperlager beim Forsthaus Halt ein großes Echo fand - übrigens nicht nur bei den Jungen.

veröffentlicht am 25.06.2007 um 00:00 Uhr

Zünftiger Trapper-Eintopf stand beim Zeltlager auf dem Speisepla

Die vorher festgelegte Obergrenze lag bei 45 Teilnehmern, und genau diese Zahl wurde auch eingehalten. Für die Betreuungsarbeit konnte Ingmar Everding noch weitere fünf angehende Erzieherinnen und Erzieher gewinnen. Gemeinsam gehören sie einer Klasse der Berufsbildenden Schule in Rinteln an. "Wir wollten zusammen zum Abschluss unserer vierjährigen Ausbildung eine Aktion mit Kindern unternehmen, und deshalb haben wir uns für dieses Trapperlager entschieden", berichtete Ingmar Everding. Dass es am ersten Tag ab und zu einen Regenguss gab, störte die Stimmung der Teilnehmer nicht. Auf dem Wiesengelände beim Forsthaus Halt befindet sich ein Küchen- und Sanitärtrakt sowie ein fester Unterstand. Etwas schwieriger war es schon, das Lagerfeuer in der Mitte des Platzes vor dem Verlöschen zu bewahren. Erst hielten die Kinder eine Zeltplane darüber, dann wurde sie an Pfählen festgezurrt. Danach gab es keine tränenden Augen mehr. Holz aus dem nahen Wald zu beschaffen, um das Feuer am Leben zu erhalten, war kein Problem. Vor allem den Jungen bereitete diese Arbeit besonderen Spaß. Ebenso wie die Nachtwanderung, bei der ein spezieller Erlebnispfad hergerichtet wurde. Dort gab es dann am nächsten Tag bestimmte Aufgaben zu lösen wie das Balancieren auf Baumstämmen, das Hochhangeln und Schwingen an Tauen und noch einige andere spielerisch-sportlich-abenteuerliche Aktionen. Das gesamte Geschehen wurde unter dem Begriff "Lager-Olympiade" zusammengefasst. Als Belohnung für die Prüfungen, bei denen es vornehmlich um Geschicklichkeit, Ausdauer und Mut ging, bekamen die Teilnehmer zum Abschluss ein Zeugnis, das ihnen die Fähigkeit bestätigt, ein Trapper zu werden. "Diese Männer schützen die Natur, vertragen sich mit den Eingeborenen, leben mit den Tieren und jagen die Wilderer oder andere bösartige Gesellen" - so hatte einst Karl May die Qualitäten der weißen Trapper beschrieben. Und in dieser Rolle sahen sich auch die 45 Jungen und Mädchen, die ihre rund 20 Zelte selbst aufbauen mussten. Am ersten Tag gab es mittags einen so genannten Trapper-Eintopf aus Kartoffeln, Möhren, Hackfleisch und Tomatensoße. Abends wurde gegrillt. Das amerikanische Frühstück am nächsten Morgen wurde in einer großen Pfanne zubereitet. Es gab Eier mit Speck und zusätzlich noch Cornflakes. Und der Appetit war bei den vielen Aktivitäten groß. Zu den besonderen Erlebnissen zählten die nächtlichen Geräusche des Waldes, denen einige Zeltbewohner gern und lange lauschten.



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