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Der Festzug ist dieses Mal besonders lang: Sogar Swonez-Kinder und die "Linken Füße" marschieren mit

An der Schützenfest-Tradition möchte niemand rütteln

Bad Eilsen (sig). Sparen müssen die Grünröcke des Kurortes schon. Deshalb wird das Schützenfest auch nur noch alle zwei Jahre ausgetragen, und zwar im Wechsel mit dem Nachbarverein aus Heeßen. Aber die Vorstellung, eines Tages ganz auf diesen Höhepunkt im Vereinsleben zu verzichten, die weisen sie ganz weit von sich. Und sie werden dabei von der lokalen politischen Prominenz unterstützt, die wegen der bevorstehenden Kommunalwahlen ohnehin ungewöhnlich stark vertreten war.

veröffentlicht am 22.08.2006 um 00:00 Uhr

Das Quartett oben hat an der Spitze des großen Festzuges alle Au

Die Vereinsmitglieder stehen mit ihrem Bekenntnis zumüberlieferten Brauchtum voll hinter dem Vorstand und bewiesen das auch durch eine gute Beteiligung bei den Veranstaltungen. Das begann bereits beim Königs- und Pokalschießen, an dem 50 Aktive teilnahmen, darunter allein 20 Jugendliche. Auch bei den Ausmärschen waren viele dabei, besonders natürlich beim Festumzug am Sonnabend, der später als geplant begann. Eingereiht haben sich alle befreundeten Schützenvereine aus Heeßen, Luhden, Buchholz, Krainhagen und Rinteln. Dazu kamen die Ortswehren aus Bergdorf und Bad Eilsen. Für besondere Farbtupfer sorgten die Abordnungen des TSV Bad Eilsens und der Western- und Cancantanzgruppe "Die linken Füße". Sehr gefreut hat die Veranstalter, dass Mitglieder der Tschernobyl-Arbeitsgemeinschaft mit ihren weißrussischen Ferienkindern aus Swonez dabei waren. Der zahlenmäßig erstaunlich starke Ahnser Spielmannszug legte sich, weil andere Kapellen fehlten, so ins Zeug, dass selbst am Schluss der Marschkolonne noch der richtige Tritt eingehalten werden konnte. Abends klang der Tag dann mit Tanz aus. Am Sonntagmorgen erlebten die Zeltbesucher einen sehr eindrucksvollen Gottesdienst mit dem neuen Seelsorger des Kurortes, Pastor Reiner Rinne. Der Gemischte Chor trug zur Ausgestaltung bei. Auch der Vorsitzende des Schützenvereins, Frank Wingenfeld, und die Schießsportleiterin Christina Wagner kamen dabei mit Lesungen zu Wort. Der Sprecher der Tschernobylhilfe, Friedrich Winkelhake, berichtete im Beisein der Swonez-Kinder davon, dass in 15 Jahren bereitsüber 100 000 Euro an Spenden für diese Hilfsaktion zusammengekommen seien. Mit den 16 Jungen und Mädchen, die zurzeit im Raum Eilsen-Bückeburg untergebracht sind, wurden bis heute insgesamt 230 Ferienkinder aus Belarus für mindestens drei Wochen aufgenommen und betreut.

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