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Feuerwehr bleibt Stützpunktwehr / Neues Fahrzeug für Bad Eilsen ohne Auswirkungen

Am Status der Luhdener wird nicht gerüttelt

Luhden (möh). Schadensbegrenzung war das Ziel der Gäste auf der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Luhden. Samtgemeindebrandmeister Hartmut Krause, Samtgemeinde-Ordnungsamtsleiter Andreas Kunde und auch Luhdens Bürgermeister Peter Zabold betonten unisono, dass die Luhdener Feuerwehr auch weiterhin eine Stützpunktfeuerwehr bleiben wird. Dass die Ortsfeuerwehr Bad Eilsen nun ein neues Multifunktionsfahrzeug erhalte, sei eine Ergänzung und keine Konkurrenz zur Wehr in Luhden. Ortsbrandmeister Jürgen Diekmann hatte während der Versammlung im Gasthaus Thies die Ehre, zahlreiche Mitglieder der Wehr für langjährige Treue zu ehren und auch einige Beförderungen auszusprechen.

veröffentlicht am 07.01.2008 um 00:00 Uhr

Ortsbrandmeister Jürgen Diekmann (rechts) ehrt Manfred Senne für

Befürchtungen und Gerüchten, denen zu Folge die Ortsfeuerwehr Luhden ihren Status als Stützpunktfeuerwehr verlieren könnte, traten Samtgemeindebrandmeister Hartmut Krause und Ordnungsamtsleiter Andreas Kunde vehement entgegen. Während Krause erklärte, derartige Überlegungen seien nie an der Tagesordnung gewesen und er habe auch keine entsprechenden Äußerungen gemacht, betonte Kunde, das neue Multifunktionsfahrzeug für die Ortsfeuerwehr Bad Eilsen stelle kein Abrüsten der Wehr Luhden und Aufrüsten der Wehr Bad Eilsen dar, sondern sei lediglich eine Ergänzung, damit die Samtgemeindefeuerwehr alle ihre Aufgaben erledigen könne. Luhden bleibe Stützpunktfeuerwehr und erhalte auch in Zukunft die Fahrzeuge, die benötigt würden. Die Samtgemeinde würde, wenn der Rat im Februar zustimmen werde, den Etat für die Feuerwehr um 8000 auf 45 000 Euro aufstocken. Kunde: "Wir sind auf Euch angewiesen." Auch Bürgermeister Peter Zabold, der übrigens ein Geschenk des Heeßer Bürgermeisters Wilhelm Brümmel an Ortsbrandmeister Jürgen Diekmann überreichte, hob hervor, dass die Luhdener auf der A 2 in den vergangenen 30 Jahren als Stützpunktfeuerwehr schon viele Menschenleben gerettet hätten. Der Verkehr auf der A 2 nehme immer noch ständig zu und nur eine Stützpunktfeuerwehr könne diesen Auftrag in der unmittelbaren Nähe der Autobahn erfüllen. Die Luhdener Bürger könnten stolz auf ihre ehrenamtlichen Feuerwehrmänner im aktiven Dienst sein. Daher werde am Status Stützpunktfeuerwehr von Seiten der Politik nicht gerüttelt. Eine ehrenvolle Aufgabe hatte Ortsbrandmeister Jürgen Diekmann zu erfüllen. Er ehrte Manfred Senne für 50-jährige Mitgliedschaft in der Ortsfeuerwehr Luhden und Paul-Gerhard Poerschke sowie Hans-Wilhelm Wellmann für 40-jährige Mitgliedschaft. Urkunde und Abzeichen für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Karl Dreyer, Heinz Kastning, Werner Kastning und Gerd Meier. Befördert wurden Lars Henning Schröder zum Löschmeister, Daniel Bölsing und Florian Busch zum Oberfeuerwehrmann und Axel Poerschke zum Feuerwehrmann. Urkunden und Abzeichen überreichten Ortsbrandmeister Jürgen Diekmann und Samtgemeindebrandmeister Hartmut Krause. Der Samtgemeindebrandmeister nutzte gleich die Gelegenheit zu einem kurzen Rückblick auf die Tätigkeiten der Samtgemeindefeuerwehr. So hätten die Einsätze bereits ein paar Minuten nach dem Beginn des Jahres 2007 mit einem Brand eines Tannenbaumes in Ahnsen begonnen und seien mit dem Brand eines Pkw am 27. Dezember in Heeßen abgeschlossen worden. Ferner habe man vier Großbrände zu verzeichnen gehabt. Als überaus positiv hob Krause hervor, dass die Wehr bei 20 Einsätzen auf der Autobahn keine Unfalltoten zu beklagen hatte. Außerdem seien im vergangenen Jahr viele Lehrgänge und Ausbildungen mit Erfolg abgelegt worden. Krause: "Die Samtgemeindefeuerwehr ist ein starkes Team, aber nur alle gemeinsam können wir erfolgreich bleiben." Hierzu gehöre aber auch eine gute Jugendarbeit, denn die Jugendlichen von heute seien die Aktiven von morgen. Krause erklärte, dass die Samtgemeindefeuerwehr eine Kinderfeuerwehr aufbauen wolle. Hierfür fehlten aber noch Betreuer. Wer an der Arbeit mit Kindern Interesse habe, möge sich doch bitte melden. In seinem Jahresbericht erläuterte Ortsbrandmeister Jürgen Diekmann, dass die Ortsfeuerwehr Luhden im vergangenen Jahr insgesamt 2419 Dienststunden abgeleistet habe. Das Jahr hab am 18. Januar um 17 Uhr mit der Erstmeldung "abgerissene Starkstromleitung auf der B 83" begonnen. Hieraus habe sich mit "Kyrill" der wirklich stürmischste Einsatz des Jahres entwickelt. Diekmann erinnerte ferner an zwei Großbrände (Tischlerei Hartmann und Schlingmühle in Buchholz) und an Einsätze bei Hochwasser. Als unmittelbarer Nachbar der Ortsfeuerwehr Luhdenüberbrachte Pastor Lutz Gräber der Ortsfeuerwehr ein Geschenk. Und, wie von ihm erwartet, lockerte er die Versammlung mit einigen Witzen auf. Als Gäste waren natürlich auch die Ortsbrandmeister der anderen Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde nach Luhden gekommen.

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