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Die schnelle Umdrehung der Erde um die Sonne lässt Jupiter im Laufe des Jahres hinter der Sonne verschwinden

Am November-Sternenhimmel leuchtet das Himmels-W

Am abendlichen Novemberhimmel leuchtet das Himmels-W, die Cassiopeia, in Zenitnähe. Südöstlich davon ist der Perseus in Form eines auf dem Kopf stehenden Ypsilons anzutreffen. Sein Hauptstern, Algenib, bildet den Anfang der Andromeda-Kette, die sich leicht gebogen bis zu dem großen Herbstviereck, Pegasus, im Süden erstreckt. Oberhalb der Andromedakette ist unsere aus 300 Milliarden Sternen bestehende Nachbargalaxie, der Andromedanebel M31, zu erkennen.

veröffentlicht am 30.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2009 um 11:26 Uhr

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Autor:

Dr. Peter Stöver

Am abendlichen Novemberhimmel leuchtet das Himmels-W, die Cassiopeia, in Zenitnähe. Südöstlich davon ist der Perseus in Form eines auf dem Kopf stehenden Ypsilons anzutreffen. Sein Hauptstern, Algenib, bildet den Anfang der Andromeda-Kette, die sich leicht gebogen bis zu dem großen Herbstviereck, Pegasus, im Süden erstreckt. Oberhalb der Andromedakette ist unsere aus 300 Milliarden Sternen bestehende Nachbargalaxie, der Andromedanebel M31, zu erkennen. Die rechte Zacke des Himmels-Ws weist auf den Nebel hin. M31 ist das einzige Objekt am irdischen Himmel, das wegen seiner Größe noch in 2,5 Millionen Lichtjahren Entfernung mit bloßem Auge sichtbar ist.

Unterhalb der Andromedakette ist das liegende, aus schwach leuchtenden Sternen bestehende „V“ der Fische zu erkennen. Zwischen der Andromeda und diesem liegenden „V“ sind noch das Dreieck und der Widder auszumachen. Nordöstlich vom Perseus leuchtet unübersehbar hellgelb die Kapella, Hauptstern im Fünfeck des Fuhrmannes. Der Kapella gegenüber, in einer Ecke des Fünfecks stehende Stern, bildet zugleich die rechte Hornspitze des Stieres. Im Stierkopf strahlt orangerot Aldebaran. Der Stier ist südöstlich unterhalb vom Perseus und Fuhrmann anzutreffen. Der 68 Lichtjahre entfernte Aldebaran steht scheinbar mitten in dem uns nächststehenden offenen Sternhaufen der Hyaden. Doch der Schein trügt, denn die Hyaden sind mit 125 Lichtjahren viel weiter entfernt als Aldebaran.

Im Südwesten in der Abenddämmerung steht Jupiter im Steinbock. Die schnelle Umdrehung der Erde um die Sonne lässt Jupiter im Laufe dieses Jahres hinter der Sonne verschwinden. Am 23. November gegen 21 Uhr MEZ begegnet der zunehmende Halbmond dem Jupiter, ein schöner Anblick im Feldstecher.

Unser äußerer kleiner Nachbar Mars steht am 1. November im offenen Sternhaufen Krippe im Sternbild Krebs. Dieses Ereignis ist richtig gut erst nach Mitternacht am Osthimmel zu beobachten. Erst ein Feldste-

cher zeigt den hellen rötlichen Mars und das Gewimmel winziger Lichtpunkte der Krippe M44 (lat. Praesepe). Da lohnt es sich, länger wach zu bleiben, denn der Mars geht erst um 22.30 Uhr auf, Ende November jedoch schon um 21.28 Uhr. Ein Zeichen, dass seine Opposition (29. Oktober 2010) nicht mehr fern ist. Darum wird er auch immer heller und ein schöner, unübersehbarer Stern in der zweiten Nachthälfte. Am späten Abend des 8. und 9. November steht der abnehmende Mond unterhalb des Mars.

Tief im Osten ist Venus nur noch kurz vor Sonnenaufgang in der Jungfrau zu sehen. Viel höher als Venus steht der noch lichtschwache Saturn ebenfalls in der Jungfrau.

Mondphasen:

2. November: Vollmond, 9. November: letztes Viertel (in der Nähe vom Mars), 16. November: Neumond, 24. November: erstes Viertel.



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