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Auch die Lokalprominenz des Fleckens radelt "rund um die Plaza"

Am Ende Sirup für die Sprinter

Lauenau (nah). Er war zwar nicht der Schnellste, wohl aber der Originellste: Beim Start der Lokalprominenz mitten im Lauenauer Radrennen "Rund um die Plaza" kam "Fleckendiener" Wolfgang Kölling mit einem schon recht betagten Oldtimer angerollt. Mit wehenden Rockschößen flitzte der SPD-Kommunalpolitiker drei Mal um die Häuserblocks und entledigte sich unterwegs nur seines Zylinders. Doch der ihm großzügig eingeräumte "Vorsprung" angesichts der sportlichen Stahlrösser seiner Mitbewerber half ihm nichts: Etwas abgeschlagen rollte er ins Ziel.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:24 Uhr

Nicht schnell, aber originell: "Fleckendiener" Wolfgang Kölling

Zweifellos hätte die ulkige Einlage im sportlichen Geschehen der Könner viel mehr Resonanz verdient gehabt. Nur eine Handvoll Kommunalpolitiker wollte es den trainierten Pedalrittern nachmachen. Außerdem rollte der in der Nachbarschaft wohnende Reinhard Ostermeyer an den Start: Ihn hatte der Renntag vor seiner Haustür so fasziniert, dass er nun selbst in den Sattel steigen wollte. Aber auch er kam an die durch Christdemokraten dominierte sportliche Spitze nicht heran: Die schon aus beruflichen Gründen durchtrainierte Polizeibeamtin Marion Klose verteidigte souverän den ihr ebenfalls von der Rennleitung eingeräumten Bonus beim Start, gefolgt vom örtlichen Tischlermeister Karl-Heinz Bruns, der als Langstreckenläufer in seiner Freizeit die nötige Kondition mitbrachte. Im Mittelfeld trudelten mit Ostermeyer auch Kölling und Karsten Sucker von der örtlichen SPD ein. Weit zurück blieb Lauenaus Bürgermeister Heinz Laufmöller - trotz sportlichen Outfits und vorbildlichem Helm. Ganz hinten lag der örtliche Optikermeister Ralf Staaks. Dabei hatte er sich einen ganz besonderen Gag einfallen lassen: Sein kugelartiger Kopfschutz hatte die Form eines Auges. Am Ende gab es Sirup für die Sprinter, damit diese sich wohl zum nächsten Rennen in zwei Jahren rechtzeitig besser wappnen können. Vielleicht aber sollten sie den jungen Könnern auf "Fetten Reifen" öfters mal hinterher schauen. So heißt eine bundesweit propagierte Kampagne im Radsport, mit dem die VerantwortlichenNachwuchs für den Radrennsport finden wollen. Über sechs und zehn Runden durften die Sieben- bis 13-Jährigen an den Start gehen. Bei den Jüngsten gewann Jorgen Flöter (8 Jahre) aus Langenhagen nach 4,2 Kilometern in 3,56 Minuten vor Alexander Tholen (8) aus Beckedorf. Den fünften Platz sicherte sich der erst sechsjährige Laurenz Konerding aus Lauenau. Das Rennen der Älteren entschied der Wennigser Tobias Schulz-Prilepp (13) mit 5,28 Minuten über sieben Kilometer für sich, gefolgt von dem erst neunjährigen Jordan Sezinando aus Rinteln.

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