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Ev. Altersheim zieht von Bückeburg ins Badehotel um / Stehzeit neun Monate / Innere des Gebäudes aufwändig saniert

Am 17. Oktober: Bad Eilser bekommen 120 neue Nachbarn

Bad Eilsen/Bückeburg (tw). Die Bad Eilser bekommen neue Nachbarn: 70 Senioren und 50 Mitarbeiter des Ev. Altersheims in Bückeburg werden am Mittwoch, 17. Oktober, von der Lulu-von Strauß-und-Torney-Straße ins Badehotel umziehen. Den Termin bestätigte jetzt Heimleiter Dirk Tiemann auf Anfrage der Landes-Zeitung.

veröffentlicht am 08.10.2007 um 00:00 Uhr

Heimat der Bückeburger für neun Monate: das Badehotel. Foto: tw

Damit wird das Leerstands-Objekt der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Braunschweig-Hannover für neun Monate zum angemieteten Interims-Quartier. Geplant ist, dass es in der dritten Juniwoche 2008 zurück in das - dann von Grund auf sanierte - Altersheim der früheren Residenzstadt geht. "Wir haben die Bewohner und ihre Angehörigen am Wochenende in einem Brief über den bevorstehenden Umzugstermin informiert", berichtet der Heimleiter. Dass der Wechsel nach Bad Eilsen angesichts der etwa drei Millionen Euro teuren Umbauarbeiten in Bückeburg nötig ist, hatte in den Monaten zuvor bereits der Heimbeirat den Senioren erläutert. Tenor: "Diese Arbeiten durchführen zu lassen, während das Heim bewohnt ist, ist unzumutbar." Wie berichtet, werden die Ein- oder Zweibettzimmer an der Torney-Straße mit Nasszelle auf dem Flur durchgängig zu Einbettzimmern mit 20 bis 24 Quadratmetern sowie eigener Nasszelle, die zu Apartments für Ehepaare zusammen gelegt werden können. Das Haus erhält einen neuen Aufzug, der Eingang wird auf die Südseite verlegt, in den Bürobereich kommen Therapieräume, die Büros werden auf die Nordseite verlegt. Die Gebäudetechnik wird nach neuesten Energiesparkonzepten erneuert, Solaranlage für Warmwasserbereitung und ein Blockheizkraftwerk sind in Planung. Laut Tiemann deckten die Reaktionen der Senioren auf den bevorstehenden Umzug die ganze Bandbreite von "kritisch bis positiv" ab. Immerhin: "Einige Bewohner betrachten die Zeit in Bad Eilsen als eine Art längeren Urlaub; das scheint uns eine angemessene Haltung zu sein." Um den Bückeburgern ihren Aufenthalt im Badehotel so angenehm wie irgend möglich zu machen, habe das Altersheim in das DRV-Objekt kräftig investiert - dem Vernehmen nach in Höhe des Preises für einen "guten Mittelklassewagen". Konkret sei etwa die Elektrik, aber auch die Sanitäranlagen und die Aufzüge instand gesetzt worden - um nur einige der größeren Posten zu nennen. Aber auch eine Antennenanlage sei installiert worden, um zu gewährleisten, dass jeder Bückeburger in Bad Eilsen die TV-Programme auf seinem mitgebrachten Fernseher empfangen kann. Und: Im Badehotel soll jeder Heimbewohner einen eigenen Nassbereich vorfinden. Tiemann zu den Details der Verlegung: "Die Bewohner werden am 17. Oktober binnen eines Tages umziehen." Jeder nehme - zunächst - einen Koffer mit, der die Dinge enthält, die er aktuell benötigt. Der Transport von Bückeburg nach Bad Eilsen soll in Kleinbussen erfolgen, weil das Beladen größerer Gefährt der Erfahrung nach zu langwierig ist. Aus dem Ev. Altersheim werden zudem die Pflegebetten sowie die persönlichen Dinge der Senioren (Stichwort: "Lieblingssessel") mitgenommen und von einer Bückeburger Spedition befördert - mehr nicht. Denn: "Wir ziehen in ein fertig möbliertes Haus ein", betont Tiemann. Die aus der früheren Residenzstadt vertraute Küche und das Personal werden den Bewohnern auch in Bad Eilsen erhalten bleiben. Ortswechsel: Während sich das Badehotel durch den Einzug der Bückeburger zumindest zeitweise belebt, herrscht im benachbarten Georg-Wilhelm-Haus weiter Grabesstille. Denn: Die Vertragsverhandlungen zwischen der Deutschen Rentenversicherung und dem potenziellen Käufer des Georg-Wilhelm-Hauses gestalten sich komplizierter. "Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben", berichtet Harald Hiemesch auf Anfrage. Der DRV-Justitiar: "Es gibt offene Detailfragen." Noch Ende Juli hatte es geheißen, der Kontrakt mit dem Interessenten - eine Kosmetikfachschule - werde voraussichtlich "in einem Monat", also Ende August, unterzeichnet werden. Jetzt geht die DRV davon aus, dass es erst "in den nächsten Monaten" zu einer abschließenden Einigung kommt.

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