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"Wollen nicht länger warten": Provisorische Ausgabestelle im DRK-Heim an der Beeker Straße

Am 16. April: Rotes Kreuz startet mit der Tafel

Obernkirchen (sig). Jetzt ist es endgültig: Ab Mitte April gibt es auch in der Bergstadt eine Lebensmittel-Ausgabe für Bedürftige. Dafür hergerichtet wird zunächst ein Raum im DRK-Heim an der Beeker Straße. Die "Obernkirchener Tafel" soll wöchentlich zweimal geöffnet werden, und zwar montags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr.

veröffentlicht am 24.03.2007 um 00:00 Uhr

Dieses Heim des Obernkirchener DRK-Ortsvereins mit Lager und Sch

"Wir wollen nicht so lange warten, bis die weitere Nutzung der Räumlichkeiten im städtischen Gebäude Lange Straße Nummer 10 geklärt ist; die Verhandlungen mit der Polizei sind ja noch nicht abgeschlossen", erklärte auf Anfrage der 1. Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Dieter Horstmeyer. Die Stadt habe sich bemüht, dem DRK alternativ andere räumliche Lösungen anzubieten, aber letztlich habe man sich doch für das Gebäude in der Beeker Straße entschieden. Hier muss allerdings in den nächsten Tagen kräftig zugelangt werden. In dem als Ausgabestelle vorgesehenen Raum waren vorher Feldbetten gelagert, die in der Zwischenzeit von der Ortswehr in Verwahrung genommen wurden. Sie werden künftig gemeinsam genutzt, wenn Einsätze anstehen. Nächste Maßnahme ist ein frischer Anstrichfür die Wände und die Decke der künftigen Ausgabestelle. Außerdem erhält der Raum eine neue Deckenbeleuchtung. "Die erforderlichen Regale, eine Kühltruhe und einen Kühlschrank erhalten wir vom DRK-Kreisverband", berichtet Dieter Horstmeyer, der auch noch eine Reihe von Elektroarbeiten in Auftrag geben musste, damit ausreichend Anschlüsse und die dafür erforderlichen Absicherungen zur Verfügung stehen. "Die Anlieferung der Lebensmittel erfolgt an den beiden Ausgabetagen durch Kühltransporter des Kreisverbandes", versichert die Kreisgeschäftsführerin des Roten Kreuzes, Ursula Krüger. Das DRK beliefere außerdem bereits die Tafeln in Stadthagen und Rinteln sowie eine Ausgabestelle in Bad Nenndorf. Größere Lagervorräte werde es in Obernkirchen nicht geben. Die unter anderem von den heimischen Märkten Lidl und Marktkauf bereitgestellten Waren werden möglichst ohne Zeitverlust an sozial schwache Abnehmer abgegeben. "Es ist notwendig, dass die Bedürftigkeit nachgewiesen wird", erklärte Ursula Krüger. Das könne mit Hartz IV- Bescheiden oder auch mit Rentenmitteilungen geschehen. Danach werden Ausweise ausgestellt, damit die Berechtigung nicht immer wieder von neuem in Frage gestellt wird. Bei der Ausgabe wirken unter anderem ehrenamtliche Mitarbeiter der Sozialgruppe und zusätzlich zwei "Ein-Euro-Kräfte" des DRK-Kreisverbandes mit.

Dieter Horstmeyer freut sichüber diese Beleuchtungskörper, die d
  • Dieter Horstmeyer freut sichüber diese Beleuchtungskörper, die dem Roten Kreuz gespendet wurden. Fotos: sig

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