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Zwei Dutzend Gewerbetreibende starten Initiative / "Auch bei Festen Zuweg zum Kirchplatz garantieren"

Altstadt Ost: Wirtschaft fühlt sich "abgehängt"

Rinteln (ur). "Abgehängt" von manchen Marketing-Aktivitäten und Planungen der Stadt und des Vereins "Pro Rinteln" fühlen sich die Geschäftsleute aus Mühlenstraße, Brennerstraße und Kirchplatz. Um zu beraten, wie man künftig im "Konzert der Innenstadt" gemeinsam etwas kraftvoller auftreten kann, haben sich immerhin zwei Dutzend Gewerbetreibende in der "Walliser Kanne" getroffen.

veröffentlicht am 27.03.2007 um 00:00 Uhr

Die gewerblichen Anlieger plädieren für eine geräuscharme Asphal

Friedrich-Wilhelm Hoppe fasst die Situation aus Sicht der Betroffenen so zusammen: "Immer mehr leer stehende Verkaufsräume, eine Konzentrierung der Kaufkraft auf die Fußgängerzone und die Supermärkte am Rande der Stadt, das Gefühl, sowohl bei der Gleichstellung des etablierten Geschäftsbetriebes wie auch bei der Verkehrsplanung von Rat und Verwaltung ausgeklammert zu sein - das wollen die Inhaber der hier ansässigen Geschäfte nicht länger hinnehmen." Spezielle Kritikpunkte: Durch das tägliche Verkehrsaufkommen von über 7000 Fahrzeugen ist der Charakter einer Altstadtstraße längst eingebüßt. Darüber hinaus führt die erhebliche Belastung zu Reparaturen, die zusätzliche Sperrungen bedeuten. Hier plädieren die gewerblichen Anlieger für eine geräuscharme Asphaltdecke, "sowie im Einmündungsbereich der Ostertorstraße". Umfangreiche Außengastronomie und Feste auf dem Marktplatz führten zu Einengungen, die den Kirchplatz und den gesamten östlichen Bereich der Altstadt abschnüren: "Hier soll die Stadt mindestens einen zwei Meter breiten Zuweg zum Kirchplatz garantieren." Gegenwärtig könnten auswärtige Besucher kaum erkennen, dass es in diesem Bereich noch über 40 Geschäfte mit tollen Angeboten gibt. Die Versammelten waren sich aber darin einig, dass die entscheidenden Impulse für eine Verbesserung der Situation aus den eigenen Reihen kommen muss: "Die Schaufenster müssen beleuchtet sein, gemeinsame Werbemaßnahmen unter einem einheitlichen Logo sind ebenso erforderlich wie andere Aktionen, um Kunden in diese Straßen zu locken." Bei "Pro Rinteln" sieht man das Vorhaben der Geschäftsleute trotz der laut gewordenen Kritik an der eigenen Arbeit denkbar positiv: "Wir freuen uns über alle, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen wollen, die Einkaufsstadt Rinteln noch attraktiver zu machen", heißt es dazu von Stefan Reineking, der auch schon mitteilen kann: "Wir haben den Dialogüber ein gemeinsames Vorgehen bereits aufgenommen und werden diese Pläne zeitnah durchsetzen." Auch in Gesprächen mit der Verwaltung sollen die Anliegen der Gewerbetreibenden in der östlichen Altstadt thematisiert werden: "Wir haben zwar schon wiederholt über die Missstände gesprochen, aber trotz Zusicherung durch den Bürgermeister hat sich bislang nichts geändert", merkt Hoppe dazu kritisch an, der im Übrigen dafür plädiert, dass möglichst viele auch bei "Pro Rinteln" eintreten und mitarbeiten. Aus den Reihen der Anwesenden bildete sich bei diesem ersten Treffen ein Gremium, das Vorschläge entwickeln soll und auch als Ansprechpartner für Pro Rinteln und die Verwaltung zur Verfügung steht.

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