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"Nicht wirtschaftlich" / Geßnersches Haus: Nutzung durch Kinderschutzbund?

Altes Museum: Hartinger hat Interesse - aber hohe Kosten setzen Hürden

Rinteln (ur). Marketing-Guru Christian Klotz hat bei seinem jüngsten Rinteln-Besuch "mehr Leben" und mehr Gastronomie mit Außenbewirtschaftung für den Kirchplatz ins Spiel gebracht - ein Vorschlag, für den Arif Sanal von der "Bodega" bereits eine Konzeption entwickelt hat, ohne dass er den Gedanken allerdings weiter verfolgte.

veröffentlicht am 27.10.2006 um 00:00 Uhr

Das in Aussicht genommene Objekt "Altes Heimatmuseum" erwies sich für ihn bei genauerer Prüfung als zu kostspielig: "Da muss man schließlich eine Menge investieren, um es auf so eine Nutzung auszurichten." Hinzu kam für ihn, dass noch Unklarheiten bestehen über die künftige Nutzung des Geßnerschen Hauses in der Nachbarschaft: "Das kann nur funktionieren, wenn die Konzeptionen dafür aufeinander wenigstens soweit abgestimmt sind, dass sie sich nicht gegenseitig beeinträchtigen, sondern im Idealfall wechselseitig befruchten" - was er bei Einrichtung einer Fahrradstation für gegeben gehalten hätte. Pro Rinteln hat immerhin eine Zwischennutzung der Schaufenster für die Präsentation von touristischen Attraktionen veranlasst und den Vorschlag eines "Antikladens" mit Gastronomie ins Spiel gebracht. Inzwischen wird das einst in der "Welt" als "Objekt der Woche" gehandelte Schmuckstück mit Sanierungsbedarf bundesweit über einen Hamelner Makler zu gegenüberdamals erheblich reduzierten Preisen angeboten - und so hält sich in Rinteln seit Wochen das Gerücht, dass Wesergold respektive Richard Hartinger jun. das "Alte Museum" erwerben wolle - jener Eigentümer also, dem auch schon das benachbarte Geßnersche Haus gehört und dem damit ohnehin eine Schlüsselfunktion für jede weitere Planung zukommt. Hartinger bestätigt gegenüber unserer Zeitung sein Interesse an dem Objekt und hat auch schon direkt mit den Eigentümern aus der Unternehmerfamilie Vogeley das Gespräch gesucht: "Ich verstehe zwar deren finanzielle Vorstellungen angesichts des ursprünglichen Kaufpreises, aber vor einer angemessenen Nutzung muss da wohl noch einmal eine Million investiert werden - und dafür sehe ich im Moment kein wirtschaftliches Konzept." Zur Frage nach der Zukunft des Geßnerschen Hauses ist noch keine eindeutige Auskunft zu bekommen: Erwogen wird derzeit zum einen, das Haus für Zwecke des Kinderschutzbundes zu nutzen, zum anderen ist Hartinger mit verschiedenen Rintelner Geschäftsleuten im Gespräch - und mit seinem Architekten: "Denn natürlich muss man vorherwissen, was da beim Innenausbau eingesetzt werden muss, um das Haus auf das jeweilige Konzept herzurichten."

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