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Bei der Hauptversammlung des FC Hohe-Brökeln fanden sich keine neuen Kandidaten

Alter Vorstand muss weitermachen

Hohe/Brökeln. Eigentlich wollten Heidi Goes und ihr gesamter Vorstand ihre Ämter nach achtjähriger Tätigkeit in andere Hände legen – doch dazu kam es bei der Hauptversammlung des FC Hohe-Brökeln dann doch nicht. Denn nach zahlreichen Namensnennungen aus der Versammlung, wobei die Vorgeschlagenen allerdings allsamt dankend ablehnten, wurden die 45-Jährige und ihre Mitstreiter durch Wiederwahl dazu verdonnert, noch ein weiteres Jahr dranzuhängen. Ausnahme bildete nur Kassenchef Heinrich Lange, zu dessen Nachfolger Timo Reese von der Vollversammlung gewählt wurde. „Dann ist aber endgültig Schluss“, ließen die mit moralischem Druck Wiedergewählten Wahlleiter Wolfgang Reese und die rund 60 erschienenen Mitglieder wissen.

veröffentlicht am 21.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

Autor:

Rolf-Henning Schnell
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Grund für die geplante „Demission“ war nicht so sehr die Amtsmüdigkeit, sondern fehlende Unterstützung bei den anstehenden Arbeiten des reinen Fußballvereins. „Es sind immer dieselben, die uns bei unserer Arbeit unterstützen. Somit bleibt meist alles am Vorstand hängen“, so die Vorsitzende, die deshalb hier mehr Unterstützung einforderte.

Der Jahresbericht von Schriftführer Hermann Goes war geprägt zahlreichen Veranstaltungen, die 2013 dafür gesorgt haben, dass der Verein sich nicht nur nach innen gefestigt, sondern auch nach außen viele neue Freunde gewonnen hat. Höhepunkt war das Kleinfeldturnier, das nach Worten von Kassenwart Heinrich Lange so viel Geld in die Kasse gespült hat, dass es unter dem Strich trotz gestiegener Ausgaben einen Jahresüberschuss von über 1000 Euro gab. Sonst hätte man mit einem erheblichen Soll abgeschlossen. Allerdings wurde angeregt, zu diesem Turnier keine „Profi-Teams“ mehr zuzulassen, um den Betriebsmannschaften und Hobbyfußballern auch eine reelle Siegeschance zu geben.

Der von Fußballfachwart Eberhard Müller vorgetragene Bericht der Herrenmannschaften war erneut von den „Abstiegsängsten mit glücklichem Ausgang geprägt“. Totgesagte leben länger, könnte man die Ausführungen zusammenfassen. Dass es noch zwei Altherrenmannschaften beim FC gibt, ist dem Zusammenschluss mit Ottenstein und Pegestorf zu einer Spielgemeinschaft zu verdanken. Der Jugendsektor hat sich dagegen zu einem Niemandsland entwickelt.

Für 50-jährige Vereinstreue wurde Manfred Schmidt mit einer Glasskulptur geehrt. Friedrich Tietjen bekam sie für 60-jährige Treue; ihn ernannte die Versammlung zum Ehrenmitglied. Seit 65 Jahren gehören Siegfried Herrmann, Albert Reese und Karl-Ernst Rakemann dem Verein an. Der Ehrenrat setzt sich in Zukunft aus Helmut Eilers, Wolfgang Reese und Werner Keuneke zusammen. Den Festausschuss bilden Marc Busse, Christian Rangius, Sebastian Lutter und Thomas Frank. Fußballfachwart bleibt Eberhard Müller. Hermann Boes managt weiterhin die Alten Herren. rhs

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