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Die Neuen im Rat: Andreas Watermann (43) wird Vorsitzender im Umwelt- und Bauausschuss

Alter Hase in der Partei, Frischling im Rat

Hattendorf (crs). In der Parteiarbeit ist er ein ganz alter Hase, im Rat ein absoluter Frischling. Andreas Watermann, seit 2002 Chef der Auetaler SPD, zuvor zehn Jahre lang Ortsvereins-Vorsitzender imöstlichen Auetal, ist bei der Kommunalwahl 2006 zum ersten Mal in den Gemeinderat eingezogen.

veröffentlicht am 03.11.2006 um 00:00 Uhr

Hattendorfer durch und durch: Andreas Watermann lebt mit seiner

Wann er in die SPD eingetreten ist, das weiß er gar nicht mehr so genau. "Mitte der achtziger Jahre muss das gewesen sein", überlegt er, "20 Jahre ist das bestimmt schon her." Vor 15 Jahren dann hatte er schon einmal für den Gemeinderat kandidiert, ohne ernsthafte Ambitionen allerdings. "Wir hatten damals in Hattendorf die SPD-Mehrheit verloren und brauchten zusätzlich zu Helmut Meier einen zweiten Kandidaten, um Stimmen zu holen", sagt Andreas Watermann. Das hat er gemacht - Stimmen geholt, die Mehrheit für die Genossen zurückerobert. Und sich erst einmal wieder von Kandidatenlisten zurückgezogen. "Ich war damals beruflich noch mehr unterwegs", begründet Watermann, warum er sich für seinen zweiten Anlauf zum Einzug ins Kommunalparlament bis zu diesem Jahr Zeit gelassen hat. Bei T-Mobile International ist er verantwortlich für - ganz laienhaft formuliert - alles, was mit Sprachanwendungen zu tun hat. Das Fernmeldehandwerk hat Watermann nochganz klassisch bei der Bundespost gelernt, 1996 wechselte er zu T-Mobile, wo er seit gut einem Jahr Kunden in ganz Europa betreut. Auch wenn er dabei immer mal wieder auf Dienstreisen unterwegs ist: Am liebsten ist er in Hattendorf. Hier lebt der 43-Jährige mit seiner Frau Christina, Sohn Fabian (13) und Tochter Annika (12) in seinem Elternhaus am Scheibenbrink. Zur Familie gehören außerdem der Berner Sennenhund Anka und der kleine Cavalier-King-Charles-Spaniel Pauline. "Und Karnickel haben wir auch noch." Zum Fressnapf haben es die Tiere nicht weit: Christina Watermann betreibt im gleichen Haus die "Tierfutterkiste". Keinen weiten Weg hat auch Andreas Watermann zu seinem liebsten und wichtigsten Ehrenamt: Schräg gegenüber von seinem Elternhaus steht das Feuerwehrgerätehaus Hattendorf. Mit zehn Jahren trat Watermann in die Jugendfeuerwehr ein (so wie im Übrigen auch seine Kinder), mit 18 war er Jugendfeuerwehrwart, seit zwölf Jahren ist er stellvertretender Ortsbrandmeister. "Feuerwehr, das ist meine große Leidenschaft", sagt er. Deswegen ist er - wen wundert's - Mitglied im Feuerschutzausschuss, will sich für den Erhalt aller noch bestehenden Ortswehren und deren vernünftige Ausstattung einsetzen. Im Umwelt- und Bauausschuss wird Watermann darüber hinaus den Vorsitz übernehmen. Beim Blick auf die kommenden Jahre setzt er auf eine gemäßigte Sparpolitik. "Was wir haben, Straßennetz, Bauwerke, das müssen wir vernünftig unterhalten", wehrt er sich gegen "teure Luftschlösser". Denn von seinen vielen Dienstreisen hat er eine wichtige Erkenntnis mitgebracht: "Wir leben hier im Auetal auf einem extrem hohen Standard."

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