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Dringender Sanierungsbedarf in Hülsede

Alte Sporthalle kommt Rodenberg teuer zu stehen

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Die Sporthallen sind in die Jahre gekommen und müssen sukzessive renoviert werden. Eine besonders marode Halle hat der Fachausschuss bei seiner Sitzung unter die Lupe genommen, die Sporthalle in Hülsede. Sie steht seit 50 Jahren und weist inzwischen etliche Schäden auf. Sanierungsbedarf gibt es auch in Apelern und Messenkamp.

veröffentlicht am 05.06.2008 um 00:00 Uhr

Schimmel an den Wänden, einfach-verglaste Holzfenster, fehlende Isolation an Decken und Wänden und eine überalterte Heizungsanlage sind nur einige der Mängel, über die die Gemeinde Hülsede den Ausschuss für Planungs-, Bau- und Umweltangelegenheiten des Rates der Samtgemeinde unterrichtet hat. Bauingenieur Egbert Gelfert aus Hülsede hat den Mitgliedern eine ganze Liste mit Maßnahmen an die Hand gegeben, die nach seiner Meinung notwendig seien. Vor 50 Jahren war die Halle an der Aegidienstraße Hülsedes ganzer Stolz, denn sie sei die erste Sporthalle im alten Landkreis Springe gewesen, so Gelfert. Doch die guten Zeiten liegen offensichtlich schon lange hinter ihr. Trotzdem wird sie vom TuS Concordia noch eifrig genutzt. Wie Karl-Heinz Wellhausen, Präsident des Vereins, erläutert, ist die Halle von Montag bis Freitag gebucht. Tischtennis, Fußball, Prellball, Damen-Gymnastik und Aerobic werden angeboten. Auch das DRK nutzt die Halle. "Sechsstellig" schätzt Samtgemeindebürgermeister und Kämmerer Uwe Heilmann, würden die Kosten für eine Sanierung werden. Der Samtgemeindehaushalt habe dafür momentan keinen Spielraum. "Wir müssen überlegen", ob die Halle überhaupt noch zukunftsfähig ist", sprach Friedrich-Wilhelm Platte (CDU) aus Hülsede aus, was sich so manchem Ratsherren aufdrängen mochte. Um die tatsächlichen Kosten zu ermitteln, soll die Samtgemeindeverwaltung nun Gelferts Liste abarbeiten und schauen, ob noch andere Mängel vorhanden sind. Dann wollen die Politiker sich erneut mit dem Thema befassen. Heilmann regte an,über Alternativen nachzudenken. Da es sich um kleine Vereine handele seien auch andere Lösungen vorstellbar. Man könne beispielsweise über eine gemeinsame Lösung für die Sportler in Pohle und Hülsede nachdenken. Sanierungen wurden für die Sporthalle Messenkamp und die in Apelern empfohlen. In Messenkamp muss der Giebel renoviert werden, das Dach soll erst 2009 saniert werden. Für die Sporthalle Apelern hat die Verwaltung eine neue Lösung vorgeschlagen. Die Fenster sollen künftig verschwinden. Ursprünglich wollte die Samtgemeinde sie ersetzen. Das würde jedoch sehr schnell zu hohen Kosten führen, so Heilmann. Nun sollen die Fenster in eine Dämmschicht eingeschalt werden. Wie Arno Fatzler vom Bauamt erklärte, gebe das eine ausreichende Isolation und zwar zum halben Preis. Statt mit 36 000 Euro wäre die Samtgemeinde mit 15- bis 18 000 Euro dabei, schätzte Heilmann. Architektonisch sei die Lösung sogar von Vorteil, da in Hallen gern mit Kunstlicht operiert werde. Einfallendes Tageslicht sei bei vielen Sportarten ein Handikap.



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