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Alte Schätze – auch unter dem Museum

Dass sich im Museum interessante Stücke aus längst vergangenen Zeiten finden, ist eigentlich nichts Besonderes. In Hameln finden sich solche Schätze allerdings nicht nur im, sondern sogar unter dem Museum: Während das Haus gründlich renoviert wird, hat man hier gleich auch in der Geschichte des Leisthauses in der Osterstraße gegraben, in dem sich heute das Stadtmuseum befindet. Archäologen – so nennt man Forscher, die sich mit Gegenständen aus unserer Geschichte beschäftigen, – haben unter der Diele des Hauses Dinge aus dem 13. und sogar aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts gefunden.

veröffentlicht am 06.02.2009 um 21:24 Uhr

Klar wurde dabei: Das Leisthaus hatte einen noch viel älteren Vorgänger. Möglicherweise handelte es sich dabei um ein sogenanntes „Steinwerk“. Das ist ein Steinhaus, wie es im Mittelalter „nur die besonders wohlhabenden Bewohner der Stadt hatten“, erklärt der Leiter der Grabungen Dr. Thomas Küntzel. Es wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts abgerissen. Das glauben die Wissenschaftler, weil sie viele Keramikscherben aus dieser Zeit gefunden haben.

Nicht alles, was die Wissenschaftler ausgegraben haben, war so alt, dafür aber hübsch. Wie zum Beispiel dunkelgrüne Ofenkacheln aus dem 16. Jahrhundert oder ein Teil von einem 500 Jahre alten Bierkrug. Nach der Wiederöffnung werden die Fundstücke im Museum gezeigt.

Im Museum wird nach Scherben gebuddelt.

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