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Umzug für Ende Januar geplant

Alte Molkerei: Ärzte reden bei Umbau mit

Rehren (la). Die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde Auetal und verschiedene Handwerksbetriebe haben mit dem Umbau des Obergeschosses in der "Alten Molkerei" begonnen. Die Allgemeinmedizinerin Dr. Hildegard Klüver und der Gynäkologe Dr. Bodo Oye planen den Umzug in ihre neuen Räume für Ende Januar 2008.

veröffentlicht am 25.10.2007 um 00:00 Uhr

Dr. Bodo Oye schaut in seinen neuen Praxisräumen, wie der Umbau

Rund 180 Quadratmeter Fläche hat die neue Praxis von Dr. Hildegard Klüver. Die Anmeldung sowie der Wartebereich werden großzügig gestaltet. "Ich plane einen Extra- Wartebereich für Kinder", sagt Dr. Klüver. Außerdem werden zwei Sprechzimmer, zwei Behandlungsräume, ein Labor und ein Raum für die Sonografie eingerichtet. "Die Praxis bietet jede Menge Platz. Vielleicht steigt zu einem späteren Zeitpunkt ein Kollege oder eine Kollegin mit ein. Es wäre auch möglich, dass zum Beispiel ein Kinderarzt an ein bis zwei Tagen pro Woche Untersuchungen in meiner Praxis durchführt", blickt Dr. Klüver in die Zukunft. Außerdem würden ihre Patientinnen von der Zusammenarbeit mit Dr. Oye profitieren. In jedem Fall freut sich dieÄrztin über die Veränderung. "Natürlich haben es meine Patienten aus Rolfshagen dann etwas weiter. Aber ich denke, dass man den Arztbesuch auch mit einem Einkauf in Rehren verbinden kann", so Dr. Klüver. Die Hattendorfer hätten es nach ihrem Umzug dafür etwas näher. Außerdem würden genügend Parkplätze direkt vor der Tür zur Verfügung stehen. Besonders erfreulich findet dieÄrztin die Zusammenarbeit mit Friedhelm Liewack vom Bauamt der Gemeinde Auetal. "Wir können jeden Wunsch äußern und fast jeder wird auch umgesetzt. Nur eine Wand, die ich eigentlich gern entfernt hätte, muss stehen blieben. Es handelt sich um eine tragende Wand. Wir wollen schließlich nicht schuld sein, wenn das ganze Gebäude einstürzt", sagt sie schmunzelnd. "Der Umbau gleicht einem Neubau, und da dürfen die Mieter natürlich ihre Wünsche äußern. Wir ziehen neue Wände, Wasseranschlüsse und Steckdosen werden dorthin verlegt, wo sie benötigt werden", erläutert Liewack. Darin sieht auch der Gynäkologe Dr. Bodo Oye einen riesigen Vorteil. "Meine neue Praxis wird meinem Bedarf entsprechend gebaut", sagt der Arzt. 200 Quadratmeter Fläche stehen ihm zur Verfügung. Zwei große Behandlungszimmer, ein Labor und ein Raum für CTG-Untersuchungen sowie ein Anmelde- und Wartebereich. "Besonders schön wird unser Sozialraum, der eine Stufe tiefer liegt als die anderen Räume", freut sich Oye. Zwar habe er diesen Raum zunächst als Wartezimmer geplant, aber durch die Stufe wäre er dafür nicht so gut geeignet. "Genug Platz und Möglichkeiten für zwei Ärzte", so Dr. Oye. Für ihn ist das Medizinische Versorgungszentrum noch nicht vom Tisch. "Ich könnte mir gut vorstellen, dass hier in meiner Praxis ein Internist mit Schwerpunkt Kardiologie oder ein Diabetologie mitarbeitet. Interessant wäre auch ein Hautarzt", meint Dr. Oye. Vielleicht könnten diese Fachärzte eine Art Zweigstelle in seinen Praxisräumen einrichten und dort Tagessprechstunden abhalten. "Hier ist vieles möglich", so Dr. Oye. Ein großes Plus sei bereits die Kooperation mit Frau Dr. Klüver. Normalerweise müssten die Patienten zunächst eine Überweisung bekommen, dann einen Termin vereinbaren und dann darauf warten, bis sich die beiden Ärzte ausgetauscht haben. "Interaktionen zwischen Ärzten sind meistens sehr schwierig. Mal ist der eine in einer Behandlung und mal der andere", so Dr. Oye. Wenn man auf dem gleichen Flur arbeiten würde, wäre schneller ein Gespräch möglich. "Da kann man sich schon mal an der Tür abpassen", meint Dr. Oye. Zum 1. Februar 2008 haben die beidenÄrzte ihre Mietverträge unterschrieben. Bis Ende Januar hoffen sie allerdings, den Umzug vollzogen zu haben. "Wir werden über ein Wochenende umziehen und - wenn überhaupt notwendig - nur wenige Tage die Praxen schließen", sind sich die Mediziner einig. Neue Einrichtungen werden beide nicht anschaffen, "aber alles hübsch gestalten".

Dr. Hildegard Klüver bespricht mit Friedhelm Liewack ihre Wünsch
  • Dr. Hildegard Klüver bespricht mit Friedhelm Liewack ihre Wünsche für den Umbau.

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