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Erster Handwerkermarkt in Gelldorf: Spinnen, Filzen, Drechseln, Flechten / Organisator zufrieden

Alte Handwerkskunst ist auch heute noch beliebt

Gelldorf (sig). Zufrieden ist Alexander Bellendir mit dem Besuch seines Handwerkermarktes gewesen. Das einjährige Bestehen seines kleinen Drechslerunternehmens auf dem Gelände des Gelldorfer Hofcafés Eggelmann hatte er zum Anlass genommen, eine Reihe weiterer überlieferter Handwerke vorzustellen. Die Besucher kamen nicht in großen Scharen, aber eigentlich war immer etwas los auf dem Gelände.

veröffentlicht am 25.09.2007 um 00:00 Uhr

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Vor allem dieÄlteren mögen sich erinnert haben, als sie Heidi Klaus und Rosemarie Höhnerhoff zusahen: Die eine befasste sich mit dem Knüpfen von Fransen für ein zur Tracht gehörendes Schultertuch, die andere mit Perlenstrickerei für jene breiten Gürtel, die Quieder genannt werden. Was so alles zu der aufwändigen, aber eben besonders schönen Bückeburger Tracht gehört - das zeigte Heidi Klaus am Stand ihres Trachtenservices. Martina Bohnhorst aus Wölpinghausen hingegen befasste sich mit dem Spinnen und Filzen von Wolle sowie deren Verarbeitung. Sie strickte Pullover, Schals und Stulpenhandschuhe. Den ebenfalls aus Schafswolle hergestellten Filz verwendete sie für Hüte und Teddys. Auch das Flecht-Handwerk ist noch nicht ausgestorben: Kerstin Eikmeier aus Porta Westfalica zeigte ungewöhnliche Kreationen als Schmuck. Sie stellt aus Weiden oder Rattan auch Sichtschutzgitter, Stühle sowie Skulpturen her. Die Damen zog es natürlich auch dort hin, wo die Nienstädterin Anja Seegers aus italienischen Morettiglasstäben wunderschöne Perlen herstellte. Oder zu der Gelldorfer Floristin Andrea Timmermann mit ihren Herbstkränzen aus Efeu, Buchsbaum, Hortensien, Hagebutten, Zieräpfeln und Erlenzapfen. Jutta Gau aus Helpsen bot unter anderem Körnerkissen aus einem speziellen Schaumstoff für körpergerechte Lagerung an, während sich Yvonne Hardt auf verschiedene therapeutische Behandlungen spezialisiert hatte, die mit heilender Energie und Körperharmonie zu tun haben. Alexander Bellendir hatte zahlreiche nützliche und dekorative Gegenständen aus Holz ausgestellt. In seiner Drechslerwerkstatt häuften sich die Zuschauer. Etwas geruhsamer ging es bei Christian Bartel zu, der mit Hammer, Meißel und Knüpfel aus Obernkirchener Sandstein eine Stele fertigte.

Martina Bohnhorst zeigt das Spinnen.
  • Martina Bohnhorst zeigt das Spinnen.
Flechten will gelernt sein: Kerstin Eikmeier stellt ihre Arbeite
  • Flechten will gelernt sein: Kerstin Eikmeier stellt ihre Arbeiten vor.


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