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"Historischer Ortsspaziergang" durch Todenmann und Dankersen / Broschüre kostenlos bei der Tourist-Info erhältlich

Als Zollhaus und Schnatbach noch Grenzstationen waren...

Todenmann (clb). Zu einem "historischen Ortsspaziergang" durch das Kirschendorf sowie die anderen Rintelner Ortsteile lädt jetzt die Stadt Rinteln ein: Eine Broschüre mit sehenswerten Stationen, vielen Bildern und den jeweiligen historischen Hintergrundinformationen gibt es jetzt druckfrisch und kostenlos bei der Tourist-Information. Erstmals präsentiert hat sie Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz beim Neujahrsempfang am Wochenende. Mitgewirkt an dem "Dorfspaziergang" haben außerdem Museumsleiter Dr. Stefan Meyer sowie Friedrich Künnecke, Klaus Helmentag und Uwe Drinkuth. Gefördert wird das Projekt von der EU-Gemeinschaftsinitiative "Leader Plus". Ab sofort wird unsere Zeitung jeden Dienstag den historischen Spaziergang in einem Ortsteil vorstellen.

veröffentlicht am 15.01.2008 um 00:00 Uhr

Erste Station ist das Gut Dankersen, welches im Mittelalter im B

Gut Dankersen: Erste Station ist das Gut Dankersen. Im Mittelalter befand es sich im Besitz des Rintelner Nonnenklosters St. Jakobi, gelangte aber später in die Hände von Familie von Ditfurth. Das Haus war nun mit den Vorrechten eines Adelsgutes ausgestattet. Sehenswert ist auch das aus der Zeit um 1600 stammende Herrenhaus, dessen Fachwerk noch das damals verbreitete Ziermauerwerk aufweist, ebenso das barocke Verwalterhaus an der Südseite des Hofes sowie der 1892 errichtete Taubenschlag. Dankerser Mühle: Direkt vom Gut Dankersen führt der Ortsspaziergang weiter zur Getreidemühle, die sich im Taleinschnitt oberhalb von dem Gut befindet. Heute sind dort nur noch die Grundmauern zu sehen, aus denen die Achse des Mühlrades in das ausgetrocknete Bachbett ragt. Tonkuhle: Dritte Station sind die Tonablagerungen nördlich des Gutes. Es handelt sich um etwa 190 Millionen Jahre alte Sedimente aus dem Lias, einem Zeitalter des älteren Jura. "Altes Zollhaus": Nach dem Besuch der Tonkuhle führt die Route weiter zum "Alten Zollhaus", heute Restaurant und Traditionsgasthaus, früher Zollstätte an der Grenze zum benachbarten Fürstentum Minden. Ruine Hünenburg: Die Hünenburg war einst eine typische mittelalterliche Herrenburg und ist heute nur noch als Ruine auf einem Vorberg des Wesergebirgskamms zu finden. "Professor Tüxen"-Weg: Dieser Weg befindet sich zwischen Forsthaus und Bleekebrink und wurde benannt nach dem weltbekannten Pflanzensoziologen und Professor Reinhold Tüxen. Haus Häfemeier: Weiter geht es zum mühsam restaurierten Haus Häfemeier an der Hauptstraße 20 - ein großes niederdeutsches Hallenhaus im Vierständerstil. Haus Waltraud: Das 1927 erbaute Gebäude ist benannt nach Hausherrin Waltraud Brockmann und im Stil der frühen Sechziger Jahre eingerichtet. Heute ist es ein Gastronomiebetrieb mit Pension. Alte Poststraße: Die Straßenbezeichnung erinnert an den Verlauf des früheren Postweges von Rinteln nach Minden, der bis 1847 durch Fuhrwerke mit Pferdegespann befahren wurde. "Zur Linde": Dieses Gasthaus gehört zu den traditionsreichsten Dorfgaststätten in ganz Rinteln. Als "Krug" wurde dieser Betrieb bereits im 16. Jahrhundert geführt. Schnatbach: Der Fluss ist seit rund 800 Jahren Landesgrenze, im Mittelalter berührten sich dort die Territorien der Grafen von Schaumburg und Hausberge. Der Bach bildet nach Westen eine geologische Grenze zum eiszeitlichen Schwemmfächer der Emme. Friedhof Gut Dankersen: Letztlich führt der historische Spaziergang wieder zum Anfangspunkt. In der Epoche der Romantik entstand der Friedhof der Familie von Ditfurth oberhalb der Terrassengärten. Im Mittelalter war dort der Wartturm der Stadt.

7,8 Kilometer ist die historische Strecke lang.
  • 7,8 Kilometer ist die historische Strecke lang.

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