weather-image
Konzert mit Domra und Akkordeon am 10. Februar in der Jakobikirche

Als "Teufelswerkzeug" verboten

Rinteln (rd). Am kommenden Sonntag, 10. Februar, ab 17 Uhr findet in der Jakobikirche am Kollegienplatz ein Konzert mit klassischen Stücken, russischen Volksliedern und Tänzen statt. Es spielen die bekannten russischen Instrumentalisten Galina Kaplun (Domra) und Michail Rabovski (Knopf-Akkordeon).

veröffentlicht am 07.02.2008 um 00:00 Uhr

Beginnend mit Händels Largo und dem ersten Satz von Mozarts Kleiner Nachtmusik führt das Programm über Werke von Bach, Strauss, Mezzacapo, Dvorak und Schostakowitsch bis zum krönenden Abschluss mit Zigankows Polka und einem Walzer auf das Thema "Laras Lied", bekannt aus dem Film "Doktor Schiwago". Seit ihrerÜbersiedlung nach Deutschland haben Kaplun und Rabovski mehrere Konzerte in Hannover, Hameln und Rinteln gegeben. Die im russischen Kuzneck geborene Galina Kaplun ist Musikpädagogin und arbeitete früher in einer russischen Fachmusikschule. Sie wohnte viele Jahre in Rinteln, jetzt in Hannover. Michail Rabovski aus Weißrussland unterrichtete im Bereich Volksinstrumente in seinem Heimatland an einer Fachschule für Musik und an einer Hochschule für Kultur. Obwohl der Mandoline und der Lauteähnlich, ist die Domra in Deutschland ziemlich unbekannt. Sie gilt als ältestes russisches Volksinstrument, kommt aber ursprünglich aus der Mongolei. Die Domra wurde in Russland fast ausschließlich von reisenden Troubadouren benutzt. Ende des 17. Jahrhunderts ist die Domra von der russischen Kirche als "Teufelswerkzeug" verboten worden - kein einziges Exemplar dieses Instrumentes ist erhalten geblieben. Erst 1890 entdeckte Wassilij Andrejew alte Zeichnungen auf einem Dachboden und ließ die Domra aufgrund dieser Zeichnungen nachbauen. Die Domra wird heutzutage selten alleine gespielt. Normalerweise schreiben Komponisten Werke für die Domra als Solo-Instrument mit Klavier- oder Akkordeon-Begleitung.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt