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Siegfried Stelzer nach 50 Jahren bei der Firma Honebein in den Ruhestand verabschiedet

Als Lehrling sogar noch Kartoffeln geerntet

Luhden (sig). Das kommt in der heutigen Zeit sicherlich nicht mehr häufig vor: 50 Jahre im Beruf, noch dazu in einem Betrieb und sogar in ein- und derselben Abteilung. Wer schafft das schon? Bei der Firma Honebein, dem Maschinen- und Gerätebauer in Luhden, gibt es diesen Mitarbeiter. Er heißt Siegfried Stelzer und nahm jetzt seinen Abschied im Beisein der Unternehmensleitung, seiner Vorgesetzten und Kollegen.

veröffentlicht am 11.04.2006 um 00:00 Uhr

Unternehmenschef Horst Honebein (rechts) verabschiedet Siegfried

Geschäftsführer Horst Honebein erinnerte bei dieser Zusammenkunft daran, dass sich Siegfried Stelzer in seinem Lehrvertrag zu Folgsamkeit, Fleiß und anständigem Betragen verpflichtet hatte. Sein damaliger Lehrherr war der Schlossermeister und Firmeninhaber Wilhelm Honebein. Im ersten Jahr gab es eine Erziehungsbeihilfe von 25 Mark. "In jener Zeit mussten die Lehrlinge jeden Abend die Halle aufräumen, und am Sonnabend wurde zusätzlich noch alles gefegt; das hat ihnen offensichtlich nicht geschadet", stellte Horst Honebein fest. Insgesamt 106 Lehrlinge habe das Unternehmen ausgebildet; Siegfried Stelzer sei laut diesen Aufzeichnungen die Nummer 48 gewesen. Der Betriebsratsvorsitzende Friedhelm Baule ergänzte diese Ausführungen mit dem Hinweis darauf, dass der heutige Jubilar bei seinem Chef auch Kartoffeln pflanzen, anhäufeln und später mit dem Handpflug ernten musste. Nach der Lehre habe er sich zu einem Spezialisten beim Abkanten und Walzen entwickelt. Zuletzt habe er eine moderne Schwenkbiegemaschine bedient, die programmiert werden konnte. Aus dem einst einzelnen Arbeitsplatz sei inzwischen eine ganze Abteilung geworden. Siegfried Stelzer bedankte sich für alle Abschiedsgaben und alles Lob mit den Worten: "Ich habe hier gern gearbeitet; der Betrieb ist immer moderner geworden und hat einen erstaunlichen Aufschwung miterlebt. Am Anfang waren wir 14 Mitarbeiter, heute sind es bereits 90. So kann es weitergehen. Ich danke euch allen."

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