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Friedel Pörtner in der "Grawi" / Deutsch-französische Freundschaft und die EU

Als "Gastlehrer" Unterrichtsstunde zum Thema Europa gestaltet

Bückeburg (hb). Ziel eines von Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierten "EU-Projekttages" war es, das Interesse der jungen Leute an der EU und an der Europapolitik zu fördern. "Die Pflege und der Ausbau von Schulpartnerschaften, Schüleraustauschmaßnahmen sowie die Nutzung der EU-Bildungsprogramme zur Durchführung von bi- oder multinationalen Projekten sind mir ein großes Anliegen", erklärte Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann und forderte "alle Bürger, insbesondere die jüngeren Generationen" auf, sich am EU-Projekttag für die Weiterentwicklung Europas einzusetzen.

veröffentlicht am 30.01.2007 um 00:00 Uhr

Friedel Pörtner und Lehrerin Gisela Huster am Ende der "Europa-S

Da fühlte sich auch der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Friedel Pörtner angesprochen und nahm Kontakt zur Leitung der Graf-Wilhelm-Schule auf. In einer zehnten Klasse gestaltete Pörtner zusammen mit der Klassenlehrerin Gisela Huster eine Unterrichtsstunde. In der Klasse 10 c sprach er zum Thema: "Ist die deutsch-französische Freundschaft und die EU wichtig für uns in Bückeburg?" Pörtner nutzte die ganze Fläche der Tafel, zeichnete und zeigte auf, "dass Deutsche und Franzosen sich seit 250 Jahren spinnefeind" gewesen sind. Pörtner stellte der Klasse die Frage, "warum junge Deutsche auf junge Franzosen geschossen haben". Rund 27 Millionen Tote im Ersten Weltkrieg und noch mehr Tote im Zweiten Weltkrieg seien das Ergebnis gewesen. "Es gab eine Wehrpflicht, und der Einsatz wurde von oben befohlen", - so sah eine Schülerin die Sache. "Ich persönlich hätte auch mitgemacht, wenn der Krieg begonnen hätte - da kann man nicht wegbleiben", meinte ein anderer Schüler. Es sei damals auch um Landesinteressen und Regionen gegangen, so ein Schüler der 10 c. Der Landtagsabgeordnete ließ die Schüler den Begriff "Nationalismus" erarbeiten (Pörtner: "Patriotismus wäre dagegen positiv") und stellte fest, dass es spätestens seit dem Deutsch-Französischen Freundschaftspakt im Jahr 1963 keine Feindschaft mehr gebe, sondern vielmehr von "Freundschaft" und "Sympathie" gesprochen werden könne. Städtepartnerschaften seien dabei ein erfolgreiches Mittel gewesen. "Ohne die deutsch-französische Freundschaft hätte es nicht eine so lange Friedenszeit seit 1945 gegeben", so der Abgeordnete, der die Klasse Anfang März für einen Tag in den Landtag nach Hannover eingeladen hat.

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