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Freiwilligenagentur bietet Workshop zur Kommunikation im Ehrenamt an

Als Freiwilliger seine Grenzen kennenlernen

Salzhemmendorf. Am Workshop „Kommunikation im Ehrenamt – liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ der Freiwilligenagentur Salzhemmendorf in der Schule am Kanstein nahmen zehn Personen teil. Die Referentin Martina Mlody von der Firma Coaching und Kommunikation aus Bad Karlshafen führte auf humorvolle Art und Weise und mit einigen Beispielen durch den Workshop.

veröffentlicht am 02.05.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:21 Uhr

Im Anschluss an eine ausführliche Vorstellungsrunde und die Sammlung der Praxiserfahrungen der Teilnehmer/innen gab Martina Mlody eine kurze Einführung in die Kommunikationstheorie. Als Baustein verwendete sie das „Vier-Ohren-Modell“ von Friedemann Schulz von Thun mit den vier verschiedenen Botschaften einer Äußerung: Sachinformation, Selbstkundgabe, Beziehungshinweis und Appell vor. Anhand der Beispiele wurde schnell deutlich, dass insbesondere im Ehrenamt oft das Appellohr ganz weit offensteht und Empfänger einer Nachricht sich zum Handeln aufgefordert fühlen – ehrenamtlich Tätige sind eben engagiert und wollen sich aktiv einbringen. Doch auch im Ehrenamt dürfen und sollten Grenzen aufgezeigt und was ganz besonders wichtig sei, eigene Wünsche klar, sachlich und authentisch formuliert werden. Hierzu wurden zehn Punkte für eine wirksame Kommunikation erarbeitet und ihre Anwendung geübt.

Oft fällt es ehrenamtlichen Helfern schwer, „nein“ zu sagen, weil das eigene schlechte Gewissen sich meldet: „Wenn ich hier nicht aktiv werde und unterstütze, wer hilft der Person dann?“ „Nur weil es für mich etwas stressig wird, kann ich doch jetzt nicht abspringen und die anderen hängen lassen“, fragt sich der Freiwillige. Dass ein gewisser Selbstschutz aber legitim sei und manchmal einfach sein müsse, darin waren sich alle Teilnehmer einig. Martina Mlody verdeutlichte, dass es guttue, sich eigene Schwächen/Unzulänglichkeiten und Grenzen zu erlauben und sich trotzdem in die Gemeinschaft einzubringen.

Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, der Freiwilligenagentur anhand eines Feedbackbogens eine Rückmeldung zum Workshop zu geben. Auch Themenwünsche für weitere Fortbildungen wie demografischer Wandel im Ehrenamt, Errichtung eines sozialen Netzwerkes, (regelmäßiger) Austausch mit bereits bestehenden Institutionen, gemeinsam als Team sind wir stark und Marte Meo (eine entwicklungsunterstützende Methode) wurden genannt. Themenwünsche für Fortbildungen sowie Anregungen zur Arbeit der Freiwilligenagentur nimmt Frau Sander unter Tel. 05153/808-51 oder per E-Mail an sander@salzhemmendorf.de gerne entgegen. Die Freiwilligenagentur hat folgende Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr sowie Montag von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr und Donnerstag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr und gerne auch nach Vereinbarung.

Kommunikationscoach Martina Mlody, Thomas Hampe, Henning Sander, Hannelore Röpke, Barbara Oerke, Ulrike Lüders-Schlanke, Sabine Kapa und Carmen Hempel (v. li.).



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