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Als Au-Pair-Oma in Kanada

HAMELN. Viele Hamelner Landfrauen lauschten dem von der LEB (Ländlichen Erwachsenenbildung) unterstützten Vortrag von Christa Gassmann im Hotel Zur Krone zum Thema als Granny Au-Pair in Kanada.

veröffentlicht am 28.01.2020 um 15:38 Uhr

Schwungvoll erzählte die heute 81-jährige wie sie es geschafft hat vor zehn Jahren für drei Monate nach Manitoba zu gehen. Den Wunsch einmal im Ausland zu leben, hatte eine ihrer Töchter geweckt, die als Au Pair in Australien und Kanada war. Nach einem Klassentreffen in den USA lernte Christa Gassmann erst einmal Englisch bei der VHS in Springe. Eine der Töchter machte sie mit einer Aupair-Agentur für in Hamburg bekannt, die bei der Vermittlung half. Trotz der zwei neuen Hüft- und zwei neuen Kniegelenke gab auch der Arzt grünes Licht. Allen Unkenrufen zum trotz flog Christa Gassmann als 72-jährige nach Winnipeg. Sie landete mitten in der Prärie – 400 km von Winnipeg entfernt. Der Vater der Familie arbeitete als Bauunternehmer, die Mutter als Erzieherin. Da die drei Kinder Ferien hatten und es in Kanada nicht erlaubt ist, Kinder unter zwölf Jahren allein zu lassen, wurde die Granny angeheuert. Allerdings ist es Kindern ab zwölf Jahren erlaubt, eine Waffe zu besitzen.

Nun lebte sie in der Einsamkeit mit viel Wasser und Wald – das Haus lag 9 km außerhalb des Ortes, der ein Hotel, einen Friseur, eine Bibliothek, ein China-Restaurant und einen Waschsalon vorweisen konnte. Ein Supermarkt mit allen Dingen des täglichen Lebens (ähnlich unserer Dorfläden) war 120 km entfernt.



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