weather-image
Olympia und Tibet: Politiker zur Sache

"Alles tun, dass es nicht zum Boykott kommt"

Landkreis (motz). Zu Beginn dieser Woche wurde im griechischen Olympia das Olympische Feuer für die Sommerspiele 2009 in China entzündet. Eigentlich ein Anlass zur Vorfreude auf eines der größten Sportereignisse weltweit. Doch in den letzten Tagen wurden auf Grund der angespannten Situation in Tibet immer wieder Stimmen nach einem Boykott der Spiele laut. Grünen-Chefin Claudia Roth kritisierte die Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes das deutsche Team definitiv nach China zu schicken. Sie sprach von einem "Blankoscheck" für die Führung in Peking. Wie ist die Meinung heimisc her Politiker dazu?

veröffentlicht am 28.03.2008 um 00:00 Uhr

Sebastian Edathy

Der SPD Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy warnt vor einer zu schnellen Festlegung bezüglich eines Olympia-Boykotts. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann noch keine Entscheidung getroffen werden. Es sollte keine Olympischen Spiele in einem Land geben, in dem Kriegszustände herrschen. Die Bundesregierung muss versuchen auf die Regierung in Peking Einfluss auszuüben, in dem Sinne, dass es zu einem Ende der Übergriffe kommt," so der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag. Einen Boykott schloss er jedoch nicht gänzlich aus. Ähnlich abwartend äußerte sich auch der Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Hameln/Rinteln, Otto Deppmeyer (CDU). "Der chinesischen Regierung muss aber deutlich gemacht werden, dass diese Situation nicht akzeptabel ist", so Deppmeyer. "Ich würde alles tun, dass es nicht zu einem Boykott kommt." Klar gegen einen Boykott der Olympischen Spiele sprach sich der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag und Präsident des Niedersächsischen Turnerbundes, Heiner Bartling, aus. Gleichzeitig setzte er sich für die Sportler ein, die mehrere Jahre auf die Sommerspiele hinarbeiten. "Es muss politisch deutlich gemacht werden, dass die Lage in Tibet nicht in Ordnung ist." Verständnis für die Athleten zeigt auch die Grünen Landtagsabgeordnete Ursula Helmhold. "Es ist eine sehr komplizierte Frage. Einerseits habe ich Verständnis für Boykottforderungen, andererseits ist es eine politische Frage, wie man mit China umgeht. Es ist eine Sache von Angela Merkel."



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt