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Der Holzmindener Duft-Konzern wächst zweistellig, und dafür gibt es mehrere Gründe

Alles ist dufte – Symrise erlebt Boom

Holzminden (TT). Der Duft- und Aromenhersteller Symrise AG bleibt weltweit in der Erfolgsspur: Der Holzmindener Konzern hat seinen Umsatz sowie das Ergebnis im ersten Quartal 2010 nach eigenen Angaben erheblich gesteigert. Der Markt habe sich insgesamt erholt, und in diesem Umfeld erhöhte der Duft-Konzern seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal währungsbereinigt um 13,2 Prozent auf 392,5 Millionen Euro.

veröffentlicht am 05.05.2010 um 09:25 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Symrise wuchs in allen Geschäftsbereichen und Regionen und profitierte neben einer deutlichen Belebung der Nachfrage auch von einer zunehmenden Normalisierung des Bestellverhaltens und der Lagerhaltung vieler Kunden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 42 Prozent auf 83,3 Millionen Euro zu. Diese Ergebnis-Marge erreichte mit 21,3 Prozent ein deutlich über den Vorquartalen liegendes Niveau. Den Überschuss im ersten Quartal hat Symrise von 20,9 auf 40,4 Millionen Euro nahezu verdoppelt – das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,34 Euro nach 0,18 Euro im Vorjahr. Zu der verbesserten Ertragslage trugen insbesondere die positive Umsatzentwicklung, aber auch Effekte aus der 2009 umgesetzten Restrukturierung bei. Der Symrise-Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram sagte gestern zu den Ergebnissen: „Die im zweiten Halbjahr 2009 erkennbare Markterholung hat sich im ersten Quartal fortgesetzt. Unsere starke Position bei Großkunden und in wachstumsstarken Schwellenländern hat sich dabei in einer überdurchschnittlichen Wachstumsrate niedergeschlagen. Erfreulich ist auch die deutlich positive Entwicklung in den west- und osteuropäischen Märkten. Der kräftige Ergebnissprung bestätigt die ausgezeichnete Verfassung unseres Unternehmens.“

Mit den guten Quartalszahlen im Rücken, sieht sich Symrise nun auch gestärkt, seine Ziele für 2010 zu erreichen. Bertram: „Wir wollen weiterhin schneller als der Markt wachsen und eine Ergebnis-Marge von über 20 Prozent erwirtschaften.“

Einen deutlichen Schub hat Symrise durch das Wachstum in den Schwellenländern bekommen. Dort liegt das Wachstum mit währungsbereinigt 15,4 Prozent erneut über dem Gesamtwachstum des Konzerns. Am stärksten fiel der Umsatzzuwachs mit einem Plus von währungsbereinigt 17 Prozent in der Region Asien/Pazifik aus. Der Anteil der Schwellenländer am Gesamtumsatz von Symrise liegt mittlerweile bei 44 Prozent. Symrise profitierte allerdings auch von einer Erholung in den reiferen Märkten, zum Beispiel in Westeuropa und den USA. Darüber hinaus machten sich in Teilbereichen leicht gesunkene Rohstoffkosten und striktes Kostenmanagement im Konzern positiv bemerkbar.

Der Umsatz mit den zehn größten Kunden der Holzmindener Unternehmensgruppe legte währungsbereinigt um 13 Prozent zu. Symrise erwirtschaftete 30 Prozent des Konzernumsatzes mit dieser strategisch besonders im Fokus stehenden Kundengruppe. Sehr dynamisch entwickelte sich das Großkundengeschäft im Geschäftsbereich Aromen und Ernährung, der den Umsatz in diesem Kundensegment währungsbereinigt um 18 Prozent steigerte. Im Geschäftsbereich Duftstoffe und Pflege erholten sich vor allem und spürbar die Bereiche der hochwertigen Parfüme sowie der Körperpflegeprodukte.

Der operative Cashflow belief sich im ersten Quartal auf 17,6 Millionen Euro, im Vorjahr lag der Wert bei 45 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung inklusive Pensionsrückstellungen lag zum Ende des ersten Quartals bei 786 Millionen Euro (Ende 2009: 773 Millionen Euro).



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