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Blindow-Schülerinnen machen Verbesserungsvorschläge / Note 1,8 fürs Entsorgungszentrum

Alles andere als Müll: Projektarbeit über AWS

Landkreis (sdi). Wertstoffe nimmt die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS) gerne zurück, für Feedback der Kunden ist sie noch dankbarer: Blindow-Schülerinnen haben bei ihrer Projektarbeit 112 Kunden befragt, die dem Entsorgungszentrum Schaumburg (EZS) in Sachsenhagen die Durchschnittsnote 1,8 ausstellen.

veröffentlicht am 30.09.2006 um 00:00 Uhr

Übergabe des "Wertstoffs": Carolin Beer (v.l.), Silke Dünow und

Wie zufrieden die Kunden sind, dazu sind von Seiten der AWS bislang keine Meinungen gesammelt worden. Drei angehende Betriebswirtinnen haben das bei ihrer einjährigen Projektarbeit im Fachbereich Controlling nun nachgeholt. "Wir sind dankbar für das Feedback und werden die Ergebnisse berücksichtigen", kündigte AWS-Geschäftsführer Peter Kühn bei der Übergabe der Arbeit an. Auf das Thema Müll war das Trio zufällig gestoßen und vertiefte sich in die Materie. Dazu gehörte die eintägige Befragung in Sachsenhagen an einem Sonnabend. "Absolut veröffentlichenswert", nannte der betreuende Lehrer Karl Fuhrmann die Resultate. 112 Bürger (90 Prozent der Kunden dieses Tages), die zuvor ihren Müll entsorgt hatten, gaben anschließend auch ihre Meinung ab. Fuhrmann wie Kühn halten diesen Wert für aussagekräftig. Auf der Schulnotenskala stellte keiner eine schlechtere Zensur als Drei (befriedigend) aus. "Nichts ist so gut, dass man es nicht noch verbessern könnte", kommentierte Kühn. Das meinten auch die Befragten: Diese wünschen unter anderem einen größeren, überdachten Annahmebereich, kundenfreundlichere Öffnungszeiten, einen Getränkeautomaten und eine Informationstafel mit derÜbersicht über die verschiedenen Container. Letztere wird auf jeden Fall kommen. Außerdem sollen sich darauf Details zur korrekten Mülltrennung finden, die die Wartenden vorab verinnerlichen können, um Zeit zu sparen. Kühn räumt ein: "Diese Tafel ist uns nicht eingefallen." Großer Andrang bleibt das Problem der EZS, die Schlangen werden länger. Kühn betont: "Wir überarbeiten das Konzept der Annahmestellen." Mehr Wert wird auf die exakte Erfassung der Wertstoffe gelegt werden, um hinterher weniger nachsortieren zu müssen, das steht für Kühn bereits fest. Dazu wären besser informierte Bürger hilfreich. Was schwierig wird, weil die Müllgesetzgebung laut Kühn "überreglementiert" ist. Die drei Blindow-Schülerinnen jedenfalls haben ihre Hausaufgaben gemacht und ihr Scherflein dazu beigetragen, dass mancher Schaumburger bald leichter seine Wertstoffe sortieren - und sich schneller von seinem Müll trennen kann.

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