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Schaumburger Behinderte stellen aus

Allein das Werk zählt

Kleinenbremen (ly). Werke behinderter Künstler aus dem Landkreis Schaumburg sind zurzeit im Kleinenbremer Museum für Bergbau und Erdgeschichte zu sehen. Die kürzlich eröffnete Ausstellung "Kunst und Kultur" läuft noch bis zum 3. Juli.

veröffentlicht am 05.06.2008 um 00:00 Uhr

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In den Hintergrund rückt bei dieser Schau die körperliche oder geistige Behinderung. Was zählt, ist das Werk. "Ins Licht treten der Mensch und seine Begabung", sagt Gudrun Bokeloh (Todenmann), Leiterin des 2005 gegründeten Schaumburger Arbeitskreises "Künstler mit Behinderungen". Dieser bietet eine Plattform zur Präsentation und sichtet kreative Projekte. "In jedem Exponat sind Begeisterung an der Kunst und Liebe zum Detail zu spüren", versprechen Bokeloh und Hans-Dieter Bonorden (Eisbergen), Vorsitzender des Kunstkreises Porta Westfalica, den der Arbeitskreis als Veranstalter gewonnen hat. Gezeigt werden unter anderem Bilder, Keramik, Pappmaschee, Papiertechniken oder Skulpturen. "Die Vielfalt besticht", betont Gudrun Bokeloh. Kein Wunder, denn die Zahl der Teilnehmer wachse stetig. Die erste Ausstellung war 2004 anlässlich eines "Offenen Ateliers" in der Bückeburger Remise zu sehen, 2007 wurden Arbeiten in der Volkshochschule Stadthagen präsentiert, erstmals auf zwei Etagen übrigens. Zur Verfügung gestellt haben die Werkstücke erneut verschiedene Einrichtungen, darunter die Lebenshilfe in Rinteln, das Bückeburger Kurt-Partzsch-Haus oder das Sozialtherapeutische Zentrum Bad Eilsen. Aufgebaut ist die Schau in der früheren Gaststätte "Steigerstuben", wo demnächst eine museumspädagogische Werkstatt einzieht.

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