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Konzert zum Rosenmontag lockt in die Bückeburger Stadtkirche

Alle Zuhörer haben ihren Spaß am bunten Kaleidospkop

Bückeburg (dis). Ein Abendkonzert zum Rosenmontag in der Stadtkirche - das ist eher selten, aber es hat die Neugier vieler Interessenten geweckt und war obendrein eine mehr als willkommene Abwechslung im Faschingstreiben.

veröffentlicht am 06.02.2008 um 00:00 Uhr

Schunkelmelodien gab es zwar nicht, dafür ein farbenfrohes Kaleidoskop unterschiedlicher Besetzungen und zum Mitwippen animierender Rhythmen. Ein Paradebeispiel dafür lieferte gleich eingangs Organisator, Bläser, Pianist, Dirigent, Chorleiter und Organist Siebelt Meier an der Janke-Orgel. Mit Elan und Gespür bewegte sich der Kantor durch die turbulenten, ausladenden, teils sogar fetzigen Melodienbögen von Kinders "Toccata in D", Ogdens fixem "Ritzy", dem landestypischen "Irish Jig" sowie der imposanten und gleichzeitig flotten "Hornpipe Humoresque". Spielfreudige Virtuosität und Expressivität gingen da glücklich Hand in Hand. Wenn Siebelt Meiers Posaunenchor dessen einleitendes "Rule Britania" (Arne) nicht als Aufwärmübung ansah, sondern mit ordentlichem Tempo gleich in die Vollen ging, mussten die weiteren Stückparade ja mitreißen. Und tatsächlich: Die Musiker waren derart motiviert und konditioniert bei der Sache, dass sie sich in diese frohgemute Atmosphäre nahtlos fügten und die spezifische Klanglichkeit von "Somewhere Over the Rainbow", "That´s It", "No Problem" und "He´s real" mit ebensolchem Drive zu Gehör brachten. Für ein dekoratives Gesamtbild sorgte zudem der Chor, dessen ansprechende Tongestaltung sich aus Schöpfungen der Herren Gastoldi, Gabriel, Igelhoff ("Wenn ich vergnügt bin, muss ich singen") und Douglas ("What a wonderful world") speiste. Den von Bläsern umrahmten Knüller bildete dann zum Schluss "Das Publikum" (Bugs Bunny). Nicht zu vergessen ist aber der von Siebelt Meier am Klavier begleitete Solotrompeter Guntram Sellinger, der die Herausforderungen ausdrucksstark meisterte. Sein eindringliches, von keinerlei Intonationstrübungen beeinträchtigtes Spiel verlieh Berlins "Cheek to Cheek", Bernsteins "I Feel Pretty" und "Somewhere" sowie Arlens "Over the Rainbow" solch Glanz, dass er mit besonders starkem Beifall verwöhnt wurde, aber über Mangel an Applaus konnte sich ohnehin niemand beklagen.



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