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Ausschuss für Rettungswesen und Kreis favorisieren Zusammenarbeit mit Nienburg

Alle Zeichen sprechen für kleine Lösung: Bald eine Leitstelle für Zwei?

Landkreis (jl). Die Diskussion um die Rettungsleitstellen hat in den vergangenen Monaten eine neue Richtung bekommen: Vom Tisch zu sein scheint die große Lösung, die eine Zusammenfassung der Leitstellen von Nienburg bis Holzminden unter einem Dach vorsah. Der Kreistagsausschuss für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz hat am Donnerstag eine Weiche gestellt, die auf eine Verschmelzung der Leitstellen Nienburg und Stadthagen hinaus laufen würde.

veröffentlicht am 29.09.2007 um 00:00 Uhr

Der Zug für die große Lösung mit Nienburg, Schaumburg, die Kreise Hameln-Pyrmont, Holzminden sowie der Stadt Hameln ist nach den Darlegungen von Dezernentin Ursula Müller-Krahtz und dem Leitstellen-Chef Rolf Hartmann bereits vor geraumer Zeit abgefahren, als die Kreise Hameln-Pyrmont, Holzminden sowie die Stadt Hameln beschlossen hätten, eine gemeinsame Leitstelle in der neuen Hamelner Feuerwache zu etablieren. Dort will auch die Polizei ihre zweite Leitstelle für das Gebiet der Polizeidirektion Göttingen einrichten. Nebenbei bedeutet dies, dass die Leitstelle der Polizeiinspektion Nienburg weseraufwärts ziehen wird. In der großen Lösung spielt nach den Darlegungen von Hartmann nicht nur das Vorpreschen der Hamelner und Holzmindener eine Rolle. Bei den Voruntersuchungen habe sich herausgestellt, dass die Fünfer-Lösung mit übermäßig hohen Personalkosten verbunden wäre, weil es mehr höher dotierte Stellen gebe. Deshalb haben die Kreise Nienburg und Schaumburg vor geraumer Zeit den Fokus auf eine Zweier-Lösung gerichtet. Mit dieser ist auch das Innenministerium in Hannover grundsätzlich einverstanden, wenngleich dort immer noch die großen Modelle favorisiert werden, wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Jetzt geht es darum, die wirtschaftlichste Form der Verschmelzung zu finden. Wenn es denn die Zahlen hergeben, so Müller-Krahtz, "haben wir gute Chancen, den Sitz in Stadthagen zu erhalten". Dazu "gibt es vorsichtige Zeichen aus Nienburg". Die Zahlen soll im Auftrag beider Kreise ein Ingenieurbüro ermitteln. Dabei geht es vereinfacht ausgedrückt, um die Kosten an beiden möglichen Standorten zur Schaffung einer modernen gemeinsamen Leitstelle. Eine Standortempfehlung sollen die Gutachter in der für Schaumburg 30 000 Euro teuren Expertise nicht abgeben. Das letzte Wort haben die Kreisgremien und die Kostenträger des Rettungswesens. Ausschussvorsitzender Friedrich Wilharm (CDU) hat sich vehement dafür eingesetzt, den Untersuchungsauftrag der Experten auszudehnen. Er möchte eine "Hausnummer", sprich eine Vergleichszahl, die angeben soll, was dem Landkreis die Mitnutzung der Hamelner Leitstelle kosten würde. Wilharm wollte seinen Vorstoß ausdrücklich als politisches Signal "für die Weserschiene" verstanden wissen. Folglich sollen die Experten laut einstimmigen Votum eine Vergleichszahl mit liefern.

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