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Klippenturmfest zum VVR-Jubiläum mit Gottesdienst, Rundblick und Ratestand der Jäger

Alle wollen zum Turm - aber nicht zu Fuß

Rinteln (wm). Sonntagmorgen, kurz vor zehn, in Rinteln läuten gerade die Kirchenglocken: Die sechs schwer bepackten Radler vor dem Spielplatz unter der Frankenburg wollen nicht zum Klippenturm, sondern ihr nächstes Etappenziel erreichen, bevor nachmittags der Regen kommt. Die Jogger auf dem Wanderweg sind bergab unterwegs, nicht bergauf, dafür kommt jetzt ein voll besetzter Bus mit Senioren an, der in einer Staubwolke, die Minuten lang im Wald hängt, vorbeirollt - die wollen zum Klippenturm, aber nicht zu Fuß. Knapp 20 Minuten braucht, wer geht, vom Abenteuerspielplatz bis zum Turm. Kurz nach zehn: So langsam füllen sich die Bänke vor Pastor Helmut Syska, der schon mal ein Foto vom Posaunenchor vor grüner Waldkulisse macht. 96 Stufen höher, über dem Turm, weht die Rintelner Fahne. Wer ganz oben auf der Plattform steht und den Rundblick genießt, den überkommt auch die freudige Erkenntnis: Was gibt es doch noch viel Wald im Weserbergland, es ist eine wunderschöne Landschaft - was man im Alltag viel zu schnell vergisst.

veröffentlicht am 26.05.2008 um 00:00 Uhr

Reinhold Siegmann und Christian Battefeld. Fotos: wm

Bei Ortsbürgermeister Ulrich Goebel, der unten im Bierzelt am Zapfhahn steht, gehen schon die ersten Biere über die Theke. Der Posaunenchor stimmt das schöne Lied an "Geh aus mein Herz und suche Freud", Holzkohlenduft zieht über die Gemeinde, die Grillkohle glüht, nach dem Gottesdienst werden viele Appetit haben. Wirt Jörg Riechert hat an diesem Tag sogar fünf verschiedene Kuchensorten im Angebot Halb im Wald versteckt, lockt allerlei Getier zum Anschauen. Fuchs, Waschbär, Turmfalke, Bussard - weglaufen, wegfliegen können die nicht mehr, die sind ausgestopft und dienen normalerweise der Belehrung von Schulkindern. Und Reinhold Siegmann wie Christian Battefeld, die den Informationsstand der Jägerschaft betreuen, sind jedes Mal überrascht, wie wenige Kinder noch wissen, was im Wald so kreucht und fleucht. Eingeladen hatte zu dem Fest am Sonntag - wie jedes Jahr - der VerschönerungsVerein Rinteln (VVR), doch diesmal aus einem besonderen Anlass: Er feiert seinen 130. Geburtstag. Für ein (neues) Mitglied Anlass zu einer humorvollen Anmerkung: "In bin jetzt zwar im Verschönerungs-Verein, aber heute Morgen, beim Blick in den Spiegel - also bis jetzt hat es noch nicht gewirkt."



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