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Ratsfraktionen sprechen sich für Schaffung einer neuen Stelle aus

Alle wollen Wirtschaftsförderer

Stadthagen (jl). Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) ist der Umsetzung einer seiner zentralen Wahlaussagen einen deutlichen Tuck näher gerückt. Einstimmig hat der Ratsausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur am Donnerstagabend die Einstellung eines Wirtschaftsförderers zum 1. Juli dieses Jahres zugestimmt.Von Meinungsunterschieden der Ratsgruppierungen während des Wahlkampfes war im Ausschuss nichts mehr zu spüren.

veröffentlicht am 03.02.2007 um 00:00 Uhr

Dass Stadthagen große Anstrengungen in der Wirtschaftsförderung unternehmen muss, war in der Ausschussitzung kein Thema mehr, und auch nicht, dass dafür ein zusätzlicher Mann oder eine Frau nötig sei, welcher oder welche das Terrain mit der Detailkompetenz der Verwaltungsmitarbeiter im Rücken beackern soll. Dasbekundeten Sprecher aller Ratsgruppierungen von der SPD/FDP über CDU/BfS bis hin zu Grüne/WIR. Zum Konsens hat offensichtlich eine sehr umfangreiche und detaillierte Vorlage des Bürgermeisters beigetragen. Darin ist sehr minutiös dargelegt, welche Aufgaben der Wirtschaftsförderer wahrnehmen soll. Die großen Tätigkeitsfelder sind Bestandssicherung, Infrastrukturentwicklung/Entwicklung von Standortfaktoren, Sicherung und Förderung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Beratung und Unterstützung von Firmen und Firmengründern und Stadtmarketing im Schulterschluss mit dem SMS. Das mutet nach viel notwendigem Fachwissen an. Hellmann machte deutlich, dass das Fachwissen hauptsächlich von den jeweiligen Spezialisten in der Verwaltung kommen müsse. Der Wirtschafsförderer arbeite in einem Netz. Die wichtigsten Eigenschaften, die der Stelleninhaber mitbringen müsse, seien "strategisches Denken, Kommunikationsfähigkeit - er muss im Team arbeiten können und zielgerichtet handeln". Deswegen werde bei der Ausschreibung auch nicht auf Leute einer bestimmten Fachrichtung oder mit einem bestimmten Studienaschluss gezielt, sondern auf die gewünschten Qualitäten, erklärte der Bürgermeister. "Solche Stellenausschreibungen sind recht offen gehalten", pflichtete Ausschusvorsitzender Burkhard Balz (CDU) bei. Nikolaus von Schöning (SMS) riet: "Erst die Person suchen und dann gucken, ob sie in das Anforderungsprofil passt." Karsten Becker (SPD) regte an, die Anforderungen der Stelle mit Kennzahlen zu versehen, um eine Erfolgskontrolle möglich zu machen, wenngleich nicht "alles von der Wirtschaftsförderung abhängt, aber es erleichtert die Kontrolle". Das soll geschehen. Hermann-Uwe Voigt (BfS) begrüßte die geplante Einstellung, "Wirtschaftförderung ist die wichtigste Querschnittsaufgabe in Verwaltungen. Wir müssen uns aber davor hüten, zu glauben, ?jetzt haben wir ihn, jetzt wird alles besser'." Der Bürgermeister gab zu, dass es Unsicherheit über die Bezahlung gegeben habe. Manche hätten gemeint, die Einstufung in Tarifgruppe 12 sei zu hoch, und andere zu niedrig. Auf jeden Fall soll die Stelle ausbaufähig sein. Das bedeutet unter anderem eine Aufhebung der Befristung auf fünf Jahre, wenn der Mann oder die Frau erfolgreich agiert. In den nächsten Wochen sollen die letzten Weichen gestellt werden, damit die geplante Einstellung zum 1. Juli dieses Jahres klappt.



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