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Neue Bänke, Tische und Zäune / Gelände am Bergkurpark am beliebtesten - aber Kahlschlag wird gerügt

Alle vier Spielplätze im Kurort werden saniert

Bad Eilsen (tw). Das wird die Knirpse in Bad Eilsen und die Eltern freuen: Die Gemeinde will das Quartett der Spielplätze im Kurort auf Vordermann bringen. Die entsprechende Empfehlung gaben die Mitglieder des Ausschusses für Jugend und Sport unter Regie von Christel Bergmann (SPD) Montagabend nach vier Ortsterminen.

veröffentlicht am 13.06.2007 um 00:00 Uhr

Selbstversuch: Christel Bergmann, Vize-Bürgermeisterin und Aussc

Bergkurpark: "Seit wir das ,Multifunktionsgerät' auf dem Spielplatz aufgestellt haben", so Bergmann, "ist der fast immer rappelvoll." Dasselbe gelte für die angrenzende Bolzfläche. Weil der Spielplatz am Bergkurpark vielen als der schönste in ganz Eilsen gilt, kommen sogar Kinder aus Heeßen, um dort zu spielen. Allerdings: Bei allem Lob für das Neugestalten der Anlage, mussten sich die Bürgervertreter vor Ort auch Kritik von Anwohnern anhören, denen der Erneuerungsprozess viel zu lange gedauert hatte. So bemängelte ein Vater, dessen Kinder den Platz regelmäßig nutzen: "Sie haben alle Bäume auf dem Platz fällen lassen, ausgerechnet diejenigen am Hang aber, die bei Sturm nicht standsicher sind, stehen lassen." Die Folge des Kahlschlags sei, dass die Kinder beim Spielen der prallen Sonne ausgesetzt seien. Komme hinzu: "Unter dem Spielgerät ist keine Drainage verlegt worden, das Wasser bildet bei Starkregen einen See, der nicht abfließt", so der Vater. Er selbst hatte jüngst nach einem Wolkenbruch zum Spaten gegriffen und dem Nass einen Abfluss gegraben. Dass die verbliebenen Bäume nicht mehr standsicher sind - diese Kritik weist Bürgermeister Horst Rinne (CDU) zurück: "Unser Bauhof-Chef versteht sein Handwerk." Allerdings, räumt Rinne ein, "zwei, drei Bäume hätten tatsächlich stehen bleiben können." Wie auch immer: Auf Vorschlag von Rolf Everding (SPD) soll der Platz jetzt Tische und Papierkörbe erhalten. Schwere und schöne Bohlen-Bänke sollen die bisherigen Sitzgelegenheiten aus Plastik ersetzen; alternativ denkt die Gemeinde an Holz-Garnituren, bei denen ein Tisch und zwei Bänke fest miteinander verschraubt sind. Der benachbarte Bolzplatz soll noch zwei weitere Tore bekommen. Der bisherige Lattenzaun wird durch eine zwei Meter hohe Einfriedung aus Metall ersetzt, damit die Bälle beim Kicken nicht auf die Straße fliegen. Außerdem sollen am Gelände auf Vorschlag Everdings Bleche aufgestellt werden, die Autofahrer auf den Spielplatz hinweisen. So wollen die Politiker gewährleisten, dass dort nicht mehr gerast wird. Am Kurpark: "Aus diesem Spielplatz", bedauert Bergmann, "ist leider nicht das geworden, was wir uns davon versprochen haben". Schon gar nicht sei er eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. Außerdem werde er vom Eigentümer entgegen dessen Zusicherung kaum gepflegt. "Gemeindearbeiter waren's, die jetzt die Disteln weggeschnitten haben", erinnert Rinne. Weil der Spielplatz so "steril" ist, seien dort so gut wie nie Kinder zu sehen. Gleichwohl haben sich die Politiker entschlossen, auch auf dem Areal am Kurpark zu investieren. Die morschen Hölzer, die den Sandkasten begrenzen, sollen ebenso ersetzt werden wie der marode Wippbalken. Der verbrauchte und verdichtete Sand selbst soll gegen frischen ausgetauscht werden. Thomas-Mann-Straße: "Einige Anwohner", sagt Rinne, "wünschen sich sehr, dass die Sandfläche eingefasst wird, damit sie dann auf der Umrandung sitzen können". Die Idee, den Sand in eine naturbelassene Mulde auf der Wiese zu kippen, habe sich somit offenbar nicht bewährt. Jetzt soll der Sand eine Einfassung aus Holzbohlen, oder - besser - aus frostsicheren Plastikpalisaden erhalten. Der benachbarte Kletterturm, der nicht mehr sicher ist, wird letztmalig repariert. Danach droht ihm irgendwann einmal der Abriss. Schaukel und Rutsche erhalten einen neuen Anstrich in peppigen Farben. Auf Wunsch eines Anwohners, der zufällig zum Ortstermin kam, soll am hinteren Ende des Spielplatzes eine weitere Holzbank aufgestellt werden - unter den dortigen Bäumen sitzt's sich im Sommer angenehm schattig. Schützenhaus: "Der angrenzende Spielplatz wird von den Kindern gut angenommen und auch als ,Bolzplatz' genutzt", weiß Bergmann. Das Hauptgerät, die Rutsch- und Kletterburg, wurde unlängst repariert und ist technisch in Ordnung. Nur den zwei hölzernen Tisch-Bank-Kombinationen hat der Zahn der Zeit zugesetzt; sie werden ausgetauscht. Außerdem fehlen am Jägerzaun etliche Latten, die ergänzt werden sollen.



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