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Buchsbaum, Bonsai, Kletterrose: Reichaltiges Angebot auf der "Landpartie" stößt auf immenses Interesse

Alle kosten von den "Liebesgedanken der Natur"

Bückeburg (jp). "Blumen sind die Liebesgedanken der Natur", schrieb die deutsche Romantik-Schriftstellerin und Goethe-Brieffreundin Bettina von Arnim. Von dieser Liebe kann derzeit auf der Landpartie reichlich gekostet werden: Ob Buchsbaum, Bonsai oder Kletterrosen - für jeden Gartengeschmack ist auf der Landpartie mit der passenden Blütenpracht gesorgt. Und so reichhaltig das Angebot, so groß ist auch das Interesse der Käuferscharen, die seit Donnerstag zu Tausenden den Schlosspark bevölkern.

veröffentlicht am 09.06.2007 um 00:00 Uhr

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Begeisterter Rosenkäufer beispielsweise ist Horst Lepuschitz. Schon seit Jahren erwirbt der Bückeburger regelmäßig farbenprächtige Blütenpflanzen der Gattung Rosaceae auf dem großen Garten-, Kunst- und Design-Event im Bückeburger Schlosspark: "Die Auswahl und die Beratung sind hier einfach unschlagbar", so seine Erfahrung. In diesem Jahr hat es ihm eine Westerland-Rose angetan, übrigens auf ausdrücklichen Wunsch seiner Frau, die früher diese Sorte im eigenen Garten hatte. Auch Karl-Heinz Scharf und Ehefrau Bärbel aus Ahnsen hat es zu den Rosen auf der Schlossbrücke verschlagen: "Letztes Jahr haben wir uns hier eine weiße Kletterrose gekauft, die sich wirklich unglaublich toll an einem meiner alten Bäume entwickelt hat", verrät der Chef der Laufabteilung des VfL Bückeburg. In diesem Jahr soll es nun eine weiß-rote Rosenblüte sein, die Ehefrau Bärbel in einem dazu passenden großen Metallgefäß zu einer Buschrose wachsen lassen möchte. Doch nicht nur die Pflanzen selbst, auch das für die Haltung und Pflege notwendige Knowhow gibt es auf der Landpartie. Mehrmals am Tag informieren Vorträge und Vorführungen darüber, wie denn am besten ein Buchsbaum zu schneiden, eine Rose zu düngen oder ein Bonsai zu gießen ist, damit sie ihrem Besitzer möglichst lange Freude bereiten. "Für das Schneiden eines Bonsai ist es am wichtigsten, eine Idee von dem Baum zu haben", fasst Jarek Lenarczyk von der Bonsaischule Enger das Reglement zum fachgerechten Schnippeln an einem der japanischen Miniaturbäume zusammen. "Einen Bonsai nur deshalb zu schneiden, weil es in einem Buch drin steht, macht keinen Sinn." Entscheidend sei, sich schon vorher genau über die Form im Klaren zu sein, in die man seinen Bonsai bringen will. Das Thema Buchsbaum steht bei gleich mehreren Anbietern im Mittelpunkt. "Nach jahrelanger Flaute erlebt der Buchsbaum seit etwa zehn Jahren eine unglaubliche Renaissance", weiß Peter Offermanns, der regelmäßig am Stand der Firma Master Garten über den korrekten Buchsbaumschnitt informiert. Dabei gibt es auch so manches Wissenswertes über diese Zier- und Gartenpflanze zu erfahren, was noch nicht einmal in der Widipedia steht. Zum Beispiel, dass der Buchsbaum ursprünglich aus Ostasien stammt und erstmalig von den Römern zu geometrischen Formen geschnitten wurde. Ganz so hochwissenschaftlich sieht es Bernd Deichmann von der Gärtnerei Deichmann in Petzen nicht: "Der jetzige Monat Juni ist die beste Zeit, um seinen Buchsbaum zu schneiden." Allerdings rät er dringend zum Schneiden bei trübem oder regnerischem Wetter: Bei praller Sonne würden die gerade geschnittenen Triebe sofort verbrennen. Ein echter Klassiker bei der Landpartie sind die "rambling roses".Über die "Rosen, die in Bäume wachsen" gibt es wie in jedem Jahr Vorträge im Staatsarchiv. Fachmann für die richtige Pflanzweise, Düngung, Bodenbeschaffenheit, Pflanzenschutz und Schnittzeitpunkte der Blütenträume ist Günther Vennegerts von der Moorbaumschule Vennegerts in Georgsdorf / Grafschaft Bentheim. An gleicher Stelle informiert Herbert Bernhart über die verschiedenen Züchtungsformen der Clematis.

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